Interview mit Stereo Herz

„Einen Konkurrenzkampf fechten wir nicht aus“

Mit Stroh zu Gold (Musicstarter/Universal) hat soeben eines der bemerkenswertesten Deutsch-Pop-Debütalben der letzten Jahre Premiere gefeiert. Als Stereo Herz schicken sich Christin Cioma und Sven Fabrice Friedrich mit unverbraucht eingängigen Songs, authentischem Gefühl und einem außergewöhnlich charakteristischen Wechselgesang an, für frischen Wind in der zuletzt etwas schwächelnden Szene zu sorgen. Aus ihrer Rostocker Heimat meldeten sich die beiden, um Auskunft über den Entstehungsprozess und die Substanz ihres glänzenden Auftakts zu geben.

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Stereo Herz: Christin Cioma & Sven Fabrice Friedrich (Sandra Ludewig)

Stereo Herz: Christin Cioma & Sven Fabrice Friedrich (Sandra Ludewig)

amusio: „Hallo Christin und Sven, vergangene Woche habt Ihr den Release zu Eurem Album im Grünen Salon zu Berlin begangen. Wie ist es gelaufen?“

Sven Fabrice Friedrich: „Es lief sehr gut und war es auch sehr spannend, da wir zum ersten Mal eine direkte Rückmeldung auf unser Album erfahren durften und dabei feststellen konnten, dass unsere Songs auch live gut ankommen. Vor allem aber hat es sehr viel Spaß gemacht.“

amusio: „Habt Ihr das komplette Set präsentiert?“

Christin Cioma: „Genau. Das komplette Set in vollständiger Bandbesetzung, mit insgesamt sieben Musikern. Nachdem wir zuvor in kleinerer Besetzung unplugged gespielt haben, war dies für uns eine willkommene Premiere.“

amusio: „Und das auch noch in Berlin! Inwiefern wird die von Euch gerne betonte Heimat in und um Rostock für Stereo Herz relevant bleiben?“

Sven Fabrice Friedrich: „Wir wissen schon sehr genau, wo unsere Wurzeln liegen. In der Region haben wir auch aufgrund zahlreicher Straßenkonzerte auf uns aufmerksam gemacht und können somit auf einen gewissen Bekanntheitsgrad sowie eine Fanbase vertrauen.“

amusio: „Eine Fanbase, die Euch beim Crowdfunding für das Album offenbar tatkräftig unterstützt hat. Wie ist es Euch als Newcomer gelungen, das nötige Interesse und Engagement auszulösen, um Eurer Vorhaben in die Tat umsetzen zu können?“

Christin Cioma: „In erster Linie durch Eigeninitiative. Dabei haben wir zunächst auf sämtliche persönlichen Kontakte zurückgegriffen, um Freunde und Bekannte auf unseren Wunsch, eine Platte aufnehmen zu wollen, aufmerksam zu machen. Wichtig war dabei immer der individuell persönliche Kontakt, den wir kontinuierlich aufrechterhalten und gepflegt haben – und den eben nicht nur zu engen Freunden, sondern auch zu insgesamt ungefähr 1500 Bekannten allein auf Facebook. Hinzu kamen dann die Stadtkonzerte sowie immer wieder neue Pakete, die wir geschnürt haben, um Interessenten einen realen Gegenwert zu bieten, beziehungsweise in Aussicht zu stellen.“

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