Das Album: Stereo Herz, "Stroh zu Gold" (Musicstarter/Universal)
Das Album: Stereo Herz, „Stroh zu Gold“ (Musicstarter/Universal)

amusio: „Was habt Ihr denn, außer dem privilegierten Vorverkauf des zu diesem Zeitpunkt noch nicht entstandenen Albums, so alles angeboten?“

Sven Fabrice Friedrich: „Es gab da schon so spezielle Dankeschöns, wie etwa sich von uns den Hausmüll entsorgen zu lassen oder, wohl naheliegender, uns für ein Wohnzimmerkonzert zu buchen. Zentral war natürlich dabei der Vorverkauf des Albums, in dessen Booklet die Namen unserer Unterstützer auf Wunsch gerne Eingang finden konnten. Wichtig war uns zudem eine Geld-Zurück-Garantie. Wenn wir das ausgegebene Ziel nicht erreicht hätten, wären die an uns ergangenen Gelder wieder zurückerstattet worden.“

amusio: „Doch dazu ist es zum Glück ja nicht gekommen. Nun seid Ihr aber auch keine ausgesprochenen Greenhorns, sondern könnt aufgrund Eurer Betätigung im Rahmen einer Cover-Band auf einschlägige Erfahrungen als Musiker zurückblicken. Inwiefern unterscheidet sich Euer früheres ‚Muckertum‘ von Eurer jetzigen Existenz als Stereo Herz? Hat sich Euer Verhältnis zur Musik inzwischen vielleicht sogar grundlegend verändert? Und sieht Euer Alltag nun anders aus?“

Christin Cioma: „Mit der Cover-Band war ja zumeist eine Wochenendbeschäftigung verbunden. In der Woche wurde für gewöhnlich zweimal geprobt, und ansonsten hatten wir vor allem immer sehr viel Spaß. Der Spaß ist geblieben, aber darüber hinaus hat sich natürlich sehr viel für uns verändert. So gab es für die Cover-Band natürlich keine Pressetermine einzuhalten (lacht). Und an Urlaub brauchen wir in absehbarer Zeit keinen Gedanken mehr zu verschwenden.“

Sven Fabrice Friedrich: „Die Musik genießt jetzt einen anderen, umfassenderen Stellenwert. Alles hat professionelle Züge angenommen. Schließlich haben wir nicht nur einen Plattenvertrag, sondern daraus hervorgehend ein fertiges Produkt, dem nun unser gesamtes Augenmerk gilt. Es wäre unangemessen, nun nicht davon sprechen zu wollen, dass für uns aus der Musik inzwischen ein Job geworden ist.“

amusio: „Und dieser Job gefällt Euch…“

Christin Cioma & Sven Fabrice Friedrich: „Absolut.“

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