Stereo Herz am heimischen Meer (Sandra Ludewig)
Stereo Herz am heimischen Meer (Sandra Ludewig)

amusio: „Und Euer gleichermaßen erfahrenes wie erfolgreiches Produzenten-Team Ingo Politz und Mic Schröder scheint dann vermutlich auch keine Einwände mehr geltend gemacht zu haben. Wie ist es zu dieser Zusammenarbeit gekommen? Habt Ihr sie gesucht oder haben die Beiden Euch gefunden?“

Sven Fabrice Friedrich: „Bereits zu meiner Zeit als Cover-Musiker habe ich für andere Künstler Lieder geschrieben. Unter anderem auch für ein Projekt an dem Ingo Politz beteiligt war. Er hatte mich ins Boot geholt, so war der Kontakt entstanden. Im Musikgeschäft behält man sich gegenseitig immer im Auge, und als es darum ging, einen Produzenten mit unserer Musik zu betrauen, war für Tini und mich klar, wen wir uns da wünschen würden. Also haben wir ihm unsere Demos geschickt. Er fand sie wohl recht interessant und brauchbar. Im Laufe der Zeit haben wir uns über die gemeinsame Ausrichtung, Marschrichtung und Zielsetzung verständigt. Ihm haben wir auch den Hinweis auf Musicstarter zu verdanken – sowie die Idee, ein Crowdfunding ins Leben zu rufen. Als das dann anlief und unser Album parallel immer weiter Form annahm, ist Ingo dann voll und ganz mit eingestiegen.“

amusio: „Und welche Rolle hat Mic Schröder übernommen?“

Sven Fabrice Friedrich: „Er war zunächst als Co-Produzent geplant, hat dann aber darüber hinaus einige Recording-Parts sowie das gesamte Mixing übernommen.“

amusio: „Laut Eurer Pressemitteilung wollt Ihr, ich zitiere, deutschsprachiger Musik wieder ein Stück Intimität, Persönlichkeit und Aussagekraft abseits aktuell vorformatierter Wege zurückgeben‘. Worauf bezieht Ihr Euch mit dieser Aussage? Wann besaß deutschsprachige Musik diese von Euch ins Feld geführten Attribute? Und wo lokalisiert Ihr die von Euch angesprochene Vorformatierung, die zu deren Verlust geführt hat?“

Sven Fabrice Friedrich: „Ich weiß, wovon Du sprichst, diesen Satz habe ich selbst verfasst (lacht). Wir hören beide sehr gerne deutschsprachige Musik. Aber wir haben mit Bedauern festgestellt, dass in ihr, ob trotz oder aufgrund ihrer zurzeit großen Popularität, doch eine gewisse Oberflächlichkeit Einzug gehalten hat. Das finden wir nicht so erstrebenswert. Wir wussten aber auch, dass wir als Newcomer gegenüber großen Plattenfirmen keine allzu starken Argumente parat hatten, um unserem eigenen Qualitätsanspruch Nachdruck zu verleihen. Dass wir nicht von Null an durchstarten konnten.“

amusio: „Was tun?“

Sven Fabrice Friedrich: „Wir mussten uns die Möglichkeit, an unserem eigenen Anspruchsdenken festzuhalten erst einmal erkämpfen. Darum haben wir eben nicht den von oben herab vorformatierten, sondern den sowohl klassischen als auch zeitgemäßen Weg gewählt, um unser Projekt voranzubringen. Also Plattenvertrag und Crowdfunding Hand in Hand. Mit letzterem konnten wir beweisen, dass es Leute gibt, die ein echtes Interesse an uns haben. Das gab dann auch Musicstarter die Sicherheit, mit uns gemeinsam das Wagnis einer qualitativ kompromisslosen Veröffentlichung eingehen zu wollen.“

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