Christin Cioma & Sven Fabrice Friedrich (Sandra Ludewig)
Christin Cioma & Sven Fabrice Friedrich (Sandra Ludewig)

amusio: „Über Eure unformatierten und nicht oberflächlichen Einflüsse würde ich gerne noch etwas mehr erfahren, vielleicht auch in Bezug auf Eure Zweistimmigkeit.“

Sven Fabrice Friedrich: „Na ja, ein Interview-Partner hat uns schon als deutsche Ausgabe von Roxette bezeichnet. Da mussten wir schmunzeln, diese Parallele hatten wir zuvor noch nicht gesehen. Aber diese Zweistimmigkeit, zumindest in unserer durchgängigen Form, gab und gibt es in der deutschen Musikszene – soweit ich das beurteilen kann – noch gar nicht. Sie könnte sich zu unserem Markenzeichen entwickeln. Aber natürlich haben wir gemeinsame Vorbilder, ganz klar.“

amusio: „Ich tippe da mal eher nicht auf Cindy & Bert…“

Christin Cioma: „Mal kurz überlegen. Nein (lacht). Wir sind beide bekennende Silly-Fans. Ferner kann man uns sicher irgendwo zwischen Silbermond, Ich + Ich, 2raumwohnung oder Rosenstolz einordnen. Weiterhin höre ich vieles querbeet, viel Radio. Und wenn mir da was gefällt, drehe ich auch gerne laut auf. Dabei fallen mir gerade noch Luxuslärm ein, die mag ich auch sehr.“

amusio: „Mir gefällt insbesondere der Albumtitel, Stroh zu Gold. Mehrdeutig, aber nicht restlos auflösbar. Was habt ihr Euch dabei gedacht?“

Sven Fabrice Friedrich: „Diese Mehrdeutigkeit war beabsichtigt. Der Titel rührt vielleicht auch von meiner Kindheit her, als Grimms Märchen meine Phantasie beflügelten. Aber eigentlich ist es eine Metapher für den Versuch, mit einer Idee und null Ressourcen etwas Wertvolles zu erschaffen. So wie uns dies über das Crowdfunding mit unserem Album gelungen ist.“

Christin Cioma: „Der gleichnamige Song ist ja auch als Motivation gedacht, Widerstände und Selbstzweifel zu überwinden. Dieses Thema greifen wir auf dem Album noch häufiger auf. Schließlich wissen wir, wovon wir singen und erzählen. Wir sind in dieser Hinsicht totale Stehaufmännchen.“

amusio: „War Musik für euch schon immer ein Mittel, um die Katastrophen, Kriege und Krisen des Lebens zu meistern?“

Sven Fabrice Friedrich: „Oh, das ist vielleicht ein wenig viel auf einmal (lacht). Aber etwas nüchterner formuliert, stimme ich dem zu. Die Musik hat uns immer begleitet, in guten wie in weniger guten Zeiten. Und sicher ab und an geholfen, Talsohlen zu durchschreiten.“

Christin Cioma: „Das war auch schon bei der Cover-Band der Fall, selbst wenn wir da noch keine eigenen Songs geschrieben haben. Sie war immer ein guter Ausgleich zum Alltag, einfach auch dadurch, dass wir uns einer Sache widmen konnten, die wir lieben. Und das zudem noch in einer Band, die zu einer Art zweiten Familie wurde.“

amusio: „Ihr kommt nicht nur authentisch rüber, ihr seid es auch. Texte vom Reißbrett nach Schema F – jetzt ein Song zu Liebesfreud, jetzt einer zu Liebesleid – sind von Euch also nicht zu erwarten?“

Sven Fabrice Friedrich: „Unsere Songs sind alle mit der Zeit gewachsen. Wir stellen uns nicht hin und fabrizieren ad hoc etwas nach Vorgabe oder aus dem Themenkatalog. Ich glaube, dafür sind wir beide schlicht zu sperrig (lacht).“

amusio: „Wie schaut es mit Euren Live-Plänen aus?“Christin Cioma: „Eine umfassende Deutschland-Tour würden wir gerne angehen. Doch zunächst konzentrieren wir uns die Promotion zum Album. Aber wir hoffen, dass sich im Laufe der kommenden Wochen auch weitere Live-Termine für uns ergeben werden. Wie zum Beispiel am 13. Juni auf der Burda Myfair in Essen.“

Album-Trailer:
youtube.com/watch?v=2-wU401f6Tg

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