Hauschka ganz nah

Made in Japan

Latent Motive seines vorangegangenen Albums Abandoned City aufgreifend, dokumentiert 2.11.14 (City Slang/Universal) – ab Freitag als limitiertes Vinyl und Download erhältlich – zwei Live-Einspielungen, mit denen Volker Bertelmann alias Hauschka seinen Impressionen der japanischen Berglandschaft Kyushu Kraft und Ausdruck verleiht. Dabei genügten lediglich zwei Aufnahmespuren, um sowohl dem einzigartigen Klangsprektrum seines präparierten Klaviers als auch seiner sich frei bewegenden Musikalität gerecht zu werden.

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

Hauschka: "2.11.14" (City Slang/Universal)

Hauschka: „2.11.14“ (City Slang/Universal)

„Das Klavier nahmen wir mit 12 Mikrophonen ab, zusätzlich kam noch ein Stereosignal vom Submixer dazu. In ihm mischte ich drei Delays und eine vom Klavierhammer erzeugte Bassdrum zusammen. Die Aufnahme entstand spontan, da in dem Mischpult eine Aufnahmefunktion integriert war. Es gab nur zwei Spuren, somit ist die Aufnahme identisch mit jenem Stereomix, den auch die Besucher des Konzerts im Yufu Artegio Museum hörten“, so Hauschka. Das Unterfangen, den immensen Weiten seiner Klangräume auf möglichst direkte Weise beizukommen, ist auf 2.11.14 vollkommen gelungen.

Müßig ist es, die Bedeutung des situativen Kontext überstrapazieren zu wollen. Ob Hauschka etwa auch angesichts der herbstlichen Hügelhänge des Bergischen Landes eine vergleichbare Inspiration erfahren hätte, bedarf keiner Gegenprobe. Sicher schwingen aufgrund des Entstehungsortes per se Konnotationen mit, die eine gewisse artifiziell verwertbare Weltgewandtheit repräsentieren, denen jedoch nicht zwangsläufig ein Hang zum Prätentiösen zu unterstellen ist.

PS.: Auch bei Facebook? Dann werde Fan von amusio!