Soulpop de luxe: Max Mutzke

MAXime MAXimum MAX

Nach dem aus sämtlichen Rohren feuernden Durch Einander, das vor drei Jahren mit einer Vielzahl gestandener Top-Jazzer reüssierend die Marke „Max Mutzke“ fulminant und opulent zugleich erweiterte, kristallisiert sich der seit jeher begnadete Sänger und Interpret mit der Mütze auf seinem neuen, bewusst schlicht MAX betitelten Album (Columbia/Sony Music) in einer reduziert unverstellten Klarheit heraus, die ihn auf jenes Niveau hieft, das anscheinend nur auf ihn gewartet hat.

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

Max Mutzke: "Max" (DeLuxe Edition) (Columbia/Sony Music)

Max Mutzke: „Max“ (DeLuxe Edition) (Columbia/Sony Music)

Schon mit seinem bis heute in bester Erinnerung gebliebenen Durchstart als ESC-Teilnehmer von Stefan Raabs Gnaden stand fest, dass mit Max Mutzke fortan zu rechnen sein würde. Seine eigentümliche Mischung aus bescheidenem Auftreten und großartig charakteristischer Stimme schürte immense Erwartungen, die Max Mutzke, sämtliche Fallhöhen ignorierend, immer wieder zu übertreffen verstand. So auch mit seinem aktuellen Output, Album Nummer Sechs, das einerseits auf die Essenz des Künstlers abzielt, andererseits aber unter Beweis stellt, wie sich ein klar umrissenes Betätigungsfeld mit individuellen Facetten ausstatten lässt – so eine gewisse Klasse (und Reife) gegeben ist.

Allein das dank Eko Fresh zu aufdringlich geratene Unsere Nacht stößt etwas unangenehm auf, ansonsten legt Max Mutzke ein makelloses Album vor. Endlich rechtfertigt das Label „Soulpop“ seine Anführung, denn beseelt ist hier jeder Ton ebenso wie jeder Ausdruck von Emotion und Esprit. Gesanglich ohnehin um keinen Glanzpunkt verlegen, halten Songmaterial, Instrumentierung und Produktion (Andreas Herbig & Johannes Arzberger) die Strahlkraft von MAX durchgängig aufrecht.

PS.: Auch bei Facebook? Dann werde Fan von amusio!