Debüt ins Herz: The Whispering Sea

Skygazing Expressive Rock

Am Freitag erscheint mit Naupathia das Debütalbum des überwiegend in Berlin beheimateten Bandkollektivs The Whispering Sea auf dem hauseigenen Qualitätslabel Plainsong Records. Mit dieser lapidaren Nachricht hat sich das Reservoir an sachlicher Nüchternheit auch schon erschöpft, wenn es darum geht, jenes brillant orchestrierte Spektakel in angemessene Worte zu kleiden, das sich innerhalb einer der besten Stunden entfaltet, die man sich dieser Tage als Liebhaber von originell, opulent und leidenschaftlich ausgestalteter Liedkunst gönnen kann.

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

The Whispering Sea: "Naupathia" (Plainsong Records/Alive)

The Whispering Sea: „Naupathia“ (Plainsong Records/Alive)

Zu beanstanden gibt es lediglich einen Aspekt, der zugleich auf den überzeugendsten Vorzug des Albums verweist: Der Albumtitel hält, was er verspricht. Hat die Seekrankheit ein Opfer erst einmal in ihre Gewalt gebracht, gibt sie es zumeist nicht mehr her, bis sich der Wellengang wieder vollends beruhigt oder die Reise gar ihr Ende genommen hat. Doch dieser ins Spiel gebrachte Bezug zwischen einer nautisch bedingten Nausea und dem musikalischen Ereignis gleichen Namens weist eine Inkongruenz auf, der Vergleich hinkt.

Anders als an die Unbilden von Gleichgewichtssinn und Magenkontraktion, wird man sich an das Erlebnis von Naupathia stets gern erinnern. Mehr noch: Naupathia vermittelt mit jeder einzelnen seiner verschwenderisch gesetzten Noten und Nuancen das Potenzial, sich zu einem Begleiter fürs Leben qualifizieren zu können. Die Gründe hierfür sollen im Folgenden kurz angerissen und gewürdigt werden. Doch bereits jetzt möge sich fortan niemand darüber beschweren, nicht gewarnt worden zu sein.

PS.: Auch bei Facebook? Dann werde Fan von amusio!