Samgar Jacobs, Mister & Mississippi (Stephan Wolf)
Samgar Jacobs, Mister & Mississippi (Stephan Wolf)

amusio: „Anders als mit Eurem durchaus gelungenen, aber auch recht brav ausformulierten Debüt sprecht Ihr mit Eurem aktuellen Sound nicht mehr unbedingt alle und jeden an. Findet Ihr nun verstärkt das Gehör eines speziell Euch geneigten Nischenpublikums, das gerne bereit ist, sich intensiv mit Euren Songs auseinanderzusetzen?“

Maxime Barlag: „Ich denke schon. Wir spüren, dass wir in letzter Zeit immer häufiger auf ein Publikum treffen, das gezielt zu unseren Shows kommt und unsere Songs offensichtlich auch mitträgt. Andererseits gestaltete es sich diesmal jedoch schwieriger, Airplay zu bekommen, vor allem in den Niederlanden. Wohl auch, weil wir keinen Newcomer-Bonus mehr genießen und uns die Aufmerksamkeit mit mehr Bands als zuvor teilen mussten. Es entstand aber auch der Eindruck, als ob viele Redakteure unsere Auskopplungen tatsächlich als zu schwer und gehaltvoll für ihr Programm erachtet haben.“

amusio: „Andererseits ist es Euch aber durchaus gelungen, bekannte Clubs wie Het Paard von Troje in Den Haag oder das Doornroosje in Nijmegen komplett zu füllen. Ist da das Radio überhaupt noch wichtig, um die nationale Bekanntheit zu steigern?“

Maxime Barlag: „In Holland schon, das sollte man nicht unterschätzen. Aber im Ausland hilft nur ausgiebiges Touren, um sich zu etablieren.“

Samgar Jacobs: „Und da erweist sich der deutschsprachige Raum als unser vielversprechendstes Pflaster. Die gegebene Größe eröffnet uns entsprechend viele Möglichkeiten. Und: Es ist ein recht hohes Interesse an uns vorhanden. Ich erkläre mir dies damit, dass es hier trotz der ausgeprägten und vielfältigen Musiklandschaft kaum Bands gibt, die sich mit uns vergleichen lassen. Das gilt natürlich auch für Benelux, aber dort mangelt es etwas an besagtem Grundinteresse.“

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