Johnossi-Album Transitions – Das kommt mir bekannt vor

Na Hoppla! Was ist denn da passiert? Johnossi, das schwedische Duo, bestehend aus John Engelbert und Oskar „Ossi“ Bonde, haben heute ihr neues und damit viertes Album „Transitions“ veröffentlicht. Mit zehn Titeln gehen die beiden Jungs dieses Mal an den Start und geben ihre Songs sowohl auf CD, als auch auf Vinyl heraus. Was man hier auf die Ohren bekommt? Nun ja…Fans des ersten Albums „Johnossi“ finden hier zum Teil Altbekanntes vermischt mit dem Willen in die Charts zu kommen. Nur der Song „Tell the World“ zeugt noch von den Anfängen der Band.

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule
Insbesondere die Single-Auskopplung „Gone Forever“ zeigt jedem frühen Johnossi-Fan ganz deutlich, dass das neue Album kaum noch etwas mit der Unbeschwertheit und Ekstase zu tun hat, die die Beiden noch 2008 auf ihrer Platte und in ihren Shows verkörpert haben. Hier geht es jetzt anscheinend um mehr.

Das vierte Album "Transitions" von Johnossi ist ab heute erhältlich. | Quelle: Universal Music Goup

Das vierte Album „Transitions“ von Johnossi ist ab heute erhältlich. | Quelle: Universal Music Goup

Auch wenn bereits im Verlauf der beiden vorhergehenden Alben „All they ever wanted“ und „Mavericks“ klar wurde, dass sich Johnossi verändert oder weiterentwickelt haben, kommt es auf „Transitions“ nun ganz klar ans Licht, dass Sie einen Schritt weg von ihrem unabhängigen Sound hin zum Mainstream gegangen sind. Das lockt freilich mehr Fans an, doch schreckt es auch das erste (zumeist auch treuste) Klientel der Band enorm ab.

Was noch bleiben, sind der Sound von John Engelberts einzigartiger Stimme, die dreckigen Gitarrenriffs (die aber auch zunehmend cleaner werden) und das vorantreibende Schlagzeug. Keine AHA-Effekte, keine Innovationen mehr! Alles wirkt irgendwie glatt gebügelt und vorprogrammiert!

„Transitions“ erinnert an viele „zweite Alben“ bekannter Indie-Bands. Wer die Mischung aus Rock, Pop und Indie (und den Einschüben aus Synthie-Sounds) mag, ist hier vollkommen richtig und sollte definitiv reinhören. All diejenigen, die jedoch den ursprünglichen Klang der Band mochten, werden sich spätestens beim Anhören von „For a little while“ aufs Korn genommen fühlen. (Erinnert es nicht irgendwie an Ozzy Osbournes „Dreamer“?) Das Stück wurde in nur 15 Minuten geschrieben, wie Johnossi in ihrem Track-by-Track-Interview über Soundcloud berichteten.

Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Band bei der Vorbereitung Ihrer Shows etwas mehr Zeit nimmt und dass sie nicht ihren bewegenden Stil auf der Bühne verloren hat. Das wird uns dann hoffentlich im April auf Ihrer Deutschland-Tour bewiesen. Hier die offiziellen Tourdaten:

Johnossi sind im April 2013 wieder auf Deutschland-Tour. | Quelle: Universal Music Group, Foto: Kalle Thelander

Johnossi sind im April 2013 wieder auf Deutschland-Tour. | Quelle: Universal Music Group, Foto: Kalle Thelander

17.04.2013 – ROSTOCK, M.A.U. Club
18.04.2013 – LEIPZIG, Conne Island
19.04.2013 – MÜNCHEN, Muffathalle
22.04.2013 – KARLSRUHE, Substage
23.04.2013 – WIESBADEN, Schlachthof
24.04.2013 – KÖLN, Live Music Hall
26.04.2013 – MÜNSTER, Skaters Palace
27.04.2013 – BERLIN, Huxley’s neue Welt

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Über Corinna Sontopski

Junge Redakteurin, Referentin und Studentin der Kulturwissenschaften aus Fürth, die versucht, ihre Begeisterung für Musik und Konzerte mit dem ganz normalen Alltagswahnsinn unter einen Hut zu bekommen.