Köln - Blue Shell - 23/10

Der Rest – Autobrüll – the blackwhitecolorful

Auf zum Dreierpack der Herbstkirmes-Saison! Und zur bestmöglichen Einstimmung auf ein Wochenende, an dem mal wieder alles möglich ist. Autobrüll, the blackwhitecolorful und Der Rest aus HH – eine gewagte Kombination? Für Eingleisgeschmäcker gar eine Provokation, eine Herausforderung indes für die emotionale Elastizität waghalsiger Gemüter. Und noch ein bisschen sehr viel mehr, wenn dieses Package Spannungskurven wienert und einen Mix aus Öl, Feuerwasser und Ingwertee ins Stimmungsbarometer gießt. Am Freitag, den 23. Oktober, natürlich im Blue Shell. Ab auf den Rummel. Und Abfahrt freigegeben.

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the blackwhitecolorful (Stephan Wolf)

the blackwhitecolorful (Stephan Wolf)

the blackwhitecolorful – eine Band der Stunde auf dem Sprung ins verheißungsvoll Ungewisse. Unterwegs zum selbsternannten Epic Alternative Rock haben Sascha, Lukas, Jonas und Matze die längst allzu breitgetretenen Wege des Post-Post-Post mit dem hauseigenen Bann der Unbegehbarkeit belegt: frohgemut ins Zentrum eines Sturmtiefs, aus dessen Wolkenmassen Endorphine hageln. Tja – auch der Versuch, das Ereignis the blackwhitecolorful (mit nur einem „u“) werblich verbal einzukreisen, scheitert an dem bereits im Namen enthaltene Universalspektrum der Wesens- und Winkelzüge dieser Kölnischen. Wenn sich Überhöhung und Bodenständigkeit in Synchronizität ergehen, tanzen die Synapsen Tangopolka!

Anders prononciert: the blackwhitecolorful verkürzen im Shell die Wartezeit auf ihren sehnlich erwarteten Debüt-Langspieler. Mit einem Gig, der neben bereits etablierten Material auch Einblicke in den akuten Trackwriting-Prozess gewährt. Ob es an diesem Abend sogar Weltpremieren zu bestaunen gilt, wird sich wohl spontan entscheiden. Hauptsache, der Nautilus, der den bisherigen Höhepunkt im Schaffen der Band darstellt, geht mit an den Start. Prädikat Achterbahn.

Sie verschieben gut und machen die Räume eng, mit „kontrollierter Offensive bis heillosem Abwehrchaos“: AutoBrüll aus dem Irgendwo zwischen Fordwerke und Renault Brühl. Noise minus Pop, mal sonst was an Punk, durch etwas weniger davon – gleich mehr von alledem. Die Rechnung, sie geht auf, trotz eines der Fa. Schrammel & Co. zu verdankenden Mangels an Kalkulierbarkeit, der sich bei AutoBrüll gerne auch über Gebühr Gehör verschafft: mal als Wrooooooom, mal als Kolbenfresser. „Driess jett op d’r Dress“ (Onkel Jürgen), die Fahrerlaubnis dient im Shell ohnehin als Deckel, auf die Namen Serge Mommsen, Narsten und Schreyhals. Prädikat: Autoselbstfahrer.

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