Nachdem dem 2010er-Album Between Living And Dreaming völlig zu Unrecht die gebührende Aufmerksamkeit vielfach verwehrt geblieben ist, legen Born For Bliss mit Falling Back To Never (Echozone/Bob-Media, ab Freitag) einen Nachfolger vor, der endlich zu dem legendären Debüt Flowing With The Flu (1997) aufschließt. Woraus sich ableiten lässt, dass wir es bei dem neuen Album mit einem absoluten Hochkaräter zu tun haben, der viel zu hell (und dunkel) erstrahlt, um ignoriert werden zu können.

Born For Bliss: "Falling Back To Never" (Echozone/Bob-Media)
Born For Bliss: „Falling Back To Never“ (Echozone/Bob-Media)

Flowing With The Flu, das war vor knapp 20 Jahren ein Ereignis, von dem man sich bis heute in ehrfürchtiger Anerkennung zuraunt. Es war die Wachablösung des zuvor als unschlagbar geltenden Clan Of Xymox, dessen ungeahnt atmosphärischer Wave-Sound längst den Status absoluter Unantastbarkeit für sich beanspruchen konnte. Zwar gab eine ganze Reihe von Bands, die den Versuch unternahmen, zu dem 4AD-Phänomen aus den Niederlanden aufzuschließen, doch erst mit Born For Bliss eröffnete sich auch ein weiterer Horizont, in dem sich nicht zuletzt die songwriterische Ausbaufähigkeit des Xymox-Sounds offenbarte.

Dass mit Frank Weyzig (Gesang, Gitarre) und Willem van Antwerpen (Drums) gleich zwei Urmitglieder des Clans für Flowing With The Flu verantwortlich zeichneten, überraschte freilich niemanden. Umso mehr verwunderte der Umstand, dass auf diesen Meilenstein der (Dark)Wave-Historie kein weiterer mehr folgen sollte, auf dem Born For Bliss geschrieben stand. Belassen wir es zur Erklärung an dieser Stelle mit dem Verweis auf die üblichen Probleme, in die eine Band geraten kann, wenn sie sich falsch beraten fühlt. De facto entstand das eingangs erwähnte Between Living And Dreaming bereits zu jener Zeit.

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