Interview mit Ellis Jones (Trust Fund)

„Superchunk, Weezer und Waxtahatchee“

Auf Einladung der Indie Rocker Speedy Ortiz aus dem Bay State gelangten die britischen Indie Popper Trust Fund erstmals auch in deutsche Clubs, darunter dem Blue Shell zu Köln. Bevor die Band dort mit einem rund halbstündigen Set eine feine Visitenkarte abgab, begab sich ihr Kopf Ellis Jones an die Theke, um Auskunft über das eigene Schaffen zu geben und dabei einige Missverständnisse auszuräumen, die sich in der Außenwahrnehmung seiner Band eingenistet haben.

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Fund-Manager: Ellis Jones (Stephan Wolf)

Fund-Manager: Ellis Jones (Stephan Wolf)

amusio: „Hi Ellis, bis Du zum ersten Mal in Deutschland?“

Ellis Jones: „Zum absolut ersten Mal. Weder mit Trust Fund, noch mit einer anderen Band bin ich je zuvor in Deutschland gewesen. Und auch nicht als Privatperson. Es wurde also mal Zeit.“

amusio: „Und wie gefällt es Dir in einem Land, in dem man Deine Texte nicht versteht?“

Ellis Jones (lacht): „Ach, das ist in England auch nicht anders. Ich schätze, dass auch dort vielleicht nur so 20 Prozent von dem, was ich singe, auch akustisch korrekt verstanden wird. Ich finde es zwar immer wieder lustig, wenn Fans auf Konzerten textsicher sind und mitsingen. Aber mir ist es wichtiger, dass die Leute Spaß an der Musik haben und entsprechend reagieren. Was meine Texte betrifft, so ist es mir durchaus recht, wenn sich jeder einen eigenen Reim drauf macht. Und es ist auch nicht wirklich schlimm, wenn sie überhört werden. Für mich verändern sie sich dadurch ja nicht.“

amusio: „Mit Trust Fund hast du nun innerhalb eines Jahres zwei Alben an den Start gebracht. Warum diese Eile?“

Ellis Jones: „Ich habe mich nicht beeilt. No One’s Coming For Us war schon komplett fertig, als es von Turnstile angenommen wurde. Und Seems Unfair nahezu abgeschlossen, als sein Vorgänger auf den Markt kam. Ich wollte niemandem etwas beweisen.“

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