Interview mit Ellis Jones (Trust Fund)

„Superchunk, Weezer und Waxtahatchee“

Und neben ihm der Tischkicker: Ellis Jones im Blue Shell (Stephan Wolf)

Und neben ihm der Tischkicker: Ellis Jones im Blue Shell (Stephan Wolf)

amusio: „Also entstand Seems Unfair völlig unbelastet von den sich vor Begeisterung schier überschlagenen Reaktionen auf das Debüt in der britischen Musikpresse?“

Ellis Jones: „Sicher. Ich persönlich halte Seems Unfair natürlich für das bessere Album. Sollten das die Kritiker nun anders sehen, ficht mich das nicht an. So wie das Verständnis nichts an den Texten ändert, verändern Kritiken nichts an der Musik.“

amusio: „Wo würdest Du einen Unterschied zwischen beiden Alben feststellen wollen?“

Ellis Jones: „In der Art ihrer Entstehung. No One’s Coming For Us habe ich größtenteils im Alleingang eingespielt, Seems Unfair ist das Erzeugnis einer Band.“

amusio: „Einer Band ohne festem Gefüge?“

Ellis Jones: „Ja, ich bin wohl die einzige Konstante. Darum sage ich auch immer, dass eine Menge Leute zu Trust Fund gehören. Auch wenn es sich dabei im Wesentlichen um Dan [Drums], Stefano [Gitarre] und Roxy [Bass] handelt, die jedoch wieder zu Joanna Gruesome gegangen ist.“

amusio: „Apropos Band. Welche Bands finden sich am ehesten in Trust Fund wieder?“

Ellis Jones: „Da müsste ich wohl sämtliche Bands aufzählen, die mir gefallen. Doch da sind viele dabei, die man hier wohl kaum kennen dürfte. Dann will ich es mal bei Superchunk, Weezer und Waxtahatchee belassen.“

amusio: „Spielen Umfeld und Szene Deiner Heimatstadt Bristol für Trust Fund eine ausgezeichnete Rolle?“

Ellis Jones: „Bristol würde ich nicht überbewerten. Ich habe bis vor kurzem in Leeds gelebt, dort ist auch Seems Unfair entstanden. Und es hätte sonst wo entstehen können. Natürlich kenne ich mich in der Musikszene Bristols einigermaßen aus. Aber deswegen klingt Trust Fund noch lange nicht nach Massive Attack (lacht).“

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