Interview mit Radare

„Wir sitzen in der Falle der Originalität“

Mit Im Argen ist soeben ein hoch gehandelter Aspirant für sämtliche musikalisch relevanten Jahresbestenlisten erschienen. Ihn zu verantworten hat das von Wiesbaden und Leipzig aus operierende Quartett Radare, das bereits mit den Vorläufern Infinite Regress und Hyrule eine entschleunigte Soundästhetik der Abgründigkeit andeutete, um sie nun fürs Erste zu vervollkommnen. Im Gespräch nahmen Fabian Bremer und Jobst M. Feit die Gelegenheit wahr, einige Unklarheiten zu erhellen, andere wiederum im Vagen zu belassen – und um das Comeback des Squash-Sports anzukündigen.

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Radare: "Im Argen" (Artwork)

Radare: „Im Argen“ (Artwork)

amusio: „Hallo Jobst und Fabian, nächste Woche werdet Ihr in Stuttgart und Berlin für God Is An Astronaut eröffnen. Eine schöne, wenn auch nicht unbedingt naheliegende Kombination. Wie konnte es dazu kommen?“

Jobst M. Feit: „Da das Booking bei uns über die persönliche Ebene läuft, haben wir einfach lieb gefragt. Wir wollten noch mal in die Metropolen gehen und unsere Kontakte nach Berlin bemüht. Der lokale Veranstalter hat sich spontan für uns begeistert, der Support-Slot war noch frei, das Management von God Is An Astronaut hatte keine Einwände. Und Stuttgart hat auch noch gepasst. Zwei große Städte, zwei schöne Locations, zwei interessante Bands. Was will man mehr?“

Fabian Bremer: „Wir haben schon vor ein paar Jahren mal mit denen gespielt, und ich denke, die fanden uns nicht so schlecht. Wir sollten uns mal melden. Doch diesen ganz direkten Weg sind wir diesmal nicht gegangen.“

amusio: „Besteht im weitesten Sinne eine gefühlte Nähe zwischen Radare und God Is An Astronaut?“

Jobst M. Feit: „Wenn, dann wird sie wohl nur von außen zugeschrieben. Musikalisch kann ich keine Geistesverwandtschaft erkennen. Aber vielleicht erschließt sich diese in der Summe des Konzerterlebnisses.“

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