Das Mastermind: Dave Grohl

Wir haben in den letzten Tagen viel über Dave Grohl und sein aktuelles Projekt Sound City berichtet. Für viele ist er als Frontmann der Foo Fighters und Drummer der Grunge-Legende Nirvana ein Begriff. Das ist allerdings nur ein kleiner Teil, von dem was dieses Ausnahmetalent ausmacht. Wir haben für euch die Lebensgeschichte dieses begnadeten Künstlers unter die Lupe genommen.
Dave Grohl begann schon in jungen Jahren Musik zu machen. Er spielte in diversen Punk-Combos, nicht nur im lokalen Underground, sondern auch schon die ersten USA- und Europa-Tourneen.

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Nirvana Quelle: Universal Music

Nirvana
Quelle: Universal Music

Als sich 1990 seine Band Scream auflöste, ersetzte er Chad Channing bei Nirvana und nahm 1991 eines der legendärsten Alben der Rockmusik in L.A. im Sound City-Studio auf: Nevermind. Der kommerzielle weltweite Erfolg des Albums und der Nachfolger dürfte nicht nur die Band überrascht haben.
Nach dem Tod Cobains 1994 zog sich Grohl zurück, schrieb eigene Songs und nahm diese alleine auf. Nach dem Abschluss der Aufnahmen verwarf er den Gedanken an sein Soloprojekt und gründete die Foo Fighters. Mit ihnen veröffentlichte er bisher insgesamt sieben Studio-Alben, die weltweit alle mindestens unter den Top 50 Alben in den Charts rangierten. Der letzte Genie-Streich „Wasting Light“ war sogar in Deutschland, Großbritannien und den USA auf Platz eins der Album-Charts.

Neben diesem Hauptprojekt spielte Grohl bei befreundeten Bands des Öfteren bei diversen Aufnahmen die Drums. So hört man beispielsweise sein Getrommel auf dem 2002 veröffentlichen Album „Songs for the Deafs“ von Queens of the Stone Age. 2004 veröffentlichte er das Album Probot, auf dem er die Crème de la Crème der Vokalisten der Heavy-Szene vereinte und jedem Künstler einen eigenen Song schrieb und widmete. Zu ihnen gehören unter anderem Lemmy Kilmster (Motörhead) und Max Cavalera (Soulfly, Sepultura).

Als neues Nebenprojekt gründete er 2009 zusammen mit Joshua Homme (Queens of the Stone Age) und John Paul Jones (Led Zeppelin) die Band Them Crooked Vultures. Nebenbei spielte Grohl einen Teil der Drumparts für Jack Blacks Akustik-Rockband Tenacious D ein und spielt auch in dem Film „Kings of Rock“ (in Deutschland unter dem Titel „Tenacious D in The Pick of Destiny“ veröffentlicht) den Satan.

Dave Grohl Quelle: Sony Music Foto: Jochen Melchior

Dave Grohl
Quelle: Sony Music
Foto: Jochen Melchior

In diesem Jahr wird er nicht nur auf der Sound-City-Scheibe zu hören sein, sondern auch auf dem neuen Queens of the Stone Age-Album „… Like Clockwork“ gemeinsam mit Elton John. Dort ersetzt er (wahrscheinlich nur im Studio) seinen Nachfolger Joey Castillo.

Ich persönlich hoffe, dass Grohl weiter macht. Egal was – er steckt sein Herzblut rein und das hört man heute leider viel zu selten. Kein Wunder, dass er sich erst kürzlich in einem Interview mit dem Focus beschwerte: „Warum gibt es keine guten Rockbands mehr? Und warum sitzen die Kids vor dem Bildschirm, statt in der Garage Krach zu machen?- Wegen all diesem High-Tech-Scheiß.“.

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Über Holger Sontopski

Junger Redakteur. Schon seit Jahren in der fränkischen Musikszene unterwegs. Hat eine Vorliebe für riffbetonte Musik, schaut aber dank seiner klassischen Musikausbildung gerne über den Tellerrand hinaus.