Saffronkeira - Synecdoche

Demeter versus Ahoi

Nach der epochalen Kollaboration mit dem Trompeter Mario Massa (Cause And Effect) erscheint am 27. November das insgesamt vierte Album des Sarden Eugenia Caria alias Saffronkeira: Synecdoche (Denovali/Cargo). So der Vorgänger von Signore Caria selbst als eine fundamentale Horizonterweiterung empfunden wurde, werden nun jene musikalischen Fanggründe erkennbar, in die es den Forschergeist des Saffronkeira zieht. Aber auch wenn sie mit Synecdoche erfahrbar werden, sicher kartographieren lassen sie sich nicht.

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Saffronkeira: "Synecdoche" (Denovali/Cargo)

Saffronkeira: „Synecdoche“ (Denovali/Cargo)

Gemäß des wohl gewählten Albumtitels animieren die neuen Titel allesamt zum heiteren Mitdenken. Dabei rangiert das performative Element in den Arrangements über dem jeweiligen Korpus der baren Kompositionen. Offenbar vermag es zumindest keine der tradiert anerkannten Schulen, Saffronkeira in einem Maße zu infiltrieren, dass er darüber seinen Willen zur individuellen Orientierung einzubüßen droht.

Auch ohne Sextanten im Anschlag gelingt es ihm auf Synecdoche mit Nadir und Zenit frei zu jonglieren, ohne dabei auch nur für Momente die Übersicht zu verlieren. Mit kühler Perfektion hat dies freilich nichts zu tun, dazu fehlt eben jenes Kalkül, das den Wissenschaftler vom Forscher unterscheidet.

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