Bersarin Quartett – III

Schwere Brüter auf Entschlackungskur

Bis heute zählen die ersten beiden Alben des Bersarin Quartetts (alias Thomas Bücker) zu den erfolgreichsten Veröffentlichungen des Denovali-Rosters. Unbedingte Zugänglichkeit auf statthaftem Niveau spricht sich nun einmal herum. Doch III (soeben wieder auf Denovali/Cargo erschienen) verzichtet weitgehend auf das zuvor so gerne genommene Pathos, atmet durch und gelangt so auf eine perspektivische Höhe, von der aus sich die Minen der Schwermut noch souveräner betrachten lassen.

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Bersarin Quartett: "III" (Denovali/Cargo)

Bersarin Quartett: „III“ (Denovali/Cargo)

Sofern die erhabene Position, die sich III verdankt, nicht eher dazu einlädt, den Blick gen Himmel zu richten. Auch zu Bedingungslos lässt es sich hervorragend durchatmen.

Aber ach und siehe doch: Der Schwermütige fällt aus allen Wolken höheren Sinns und gefällt sich darin, denn er stürzt mit Stil und macht im Gedankenflug eine gute Figur. Mit III fällt und schwelgt es sich leicht der Dämmerung entgegen. Von ihr gibt es bekanntlich zwei.

Doch zu III bräuchte es indes keine zweite Meinung geben: Jeder Gedanke umsonst gedacht. Das Album gibt sich keine Blöße; die bedächtige Andacht, mit der Münsteraner Thomas Bücker hier zu Werke gegangen ist, sediert den vorab in Stellung gebrachten Wunsch nach offener Konfrontation und entlarvt die Kitsch-Warnung im Anschlag als Mittel einer politique du fait accompli. Nichts da! III entwaffnet mit Makellosigkeit, dem feinen Gespür für neutralisierende Nuancen und seiner Unzuverlässigkeit im Nachgang. Ist es das, was Du willst?

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