Midas Fall & Raised By Swans in Berlin (K17)

Unvergleichlich, Unvergesslich

Raised By Swans & Midas Fall (Stephan Wolf)

Raised By Swans & Midas Fall (Stephan Wolf)

Doch eine Ahnung davon, wie Raised By Swans im vollen Band-Outfit klingt, vermittelt das abschließende Violet Light. Unterstützt von Midas Fall erwächst aus der Ahnung eine Gewissheit von Volumen, Ausdruck und Größe, die es bei den nächsten, sich hoffentlich alsbald ergebenden Gelegenheiten zu vertiefen gilt. Dear Eric, come back soon!

Midas Fall gelingt es im Anschluss, das Niveau der emotionalen Ansprache zu halten, wenn auch mit weitaus umfangreicheren Mitteln. Insbesondere Rowan Burn, die ihre Arpeggios souverän von Hand einspielt (und eben nicht einfach über eine Tretmine generiert), statuiert eine kontinuierliche Ereignisdichte. Das kommt nicht zuletzt dem insgesamt etwas zu schematischen Songaufbau des Vierers zugute: Je weiter sich Midas Fall von ihren Primärstrukturen entfernen und sich mit den Stilelementen aus Shoegaze und Postrock Freiräume erspielen, desto tiefer und sicherer durchdringen individuelle Dispositionen und Potenziale Raum und Zeit, ähnlich wie bereits auf ihrem aktuellen Album The Menagerie Inside.

Elisabeth Heaton, Midas Fall, K17, Berlin (Stephan Wolf)

Elisabeth Heaton, Midas Fall, K17, Berlin (Stephan Wolf)

Der Leadgesang der Elisabeth Heaton sowie das stabile Gerüst (Chris Holland am Bass, Steven Pellat am Schlagzeug) sind verlässliche Größen eines Entwurfs, der sich (noch) in der wundersam wunderlichen Phase des Erblühens befindet. Ihr für die Dauer eines Konzerts beiwohnen zu dürfen, lässt auch Optionen für das eigene Gedeihen sprießen. Expressive Introspektionen zwischen Wunschtraum und alltäglichen Alpdruck, mit Nachdruck und Nachhall angeboten: Weniger können sich Midas Fall selbst kaum abverlangen. Raised By Swans & Midas Fall, eine unvergessliche Kombination.

midasfall.com
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