Ivar Grydeland – Stop Freeze Wait Eat

Abschluss im Selbstversuch

Nach Bathymetric Modes ist soeben das zweite Solo-Album des norwegischen Improvisationisten Ivar Grydeland erschienen: Stop Freeze Wait Eat (Hubro). Der u. a. durch seine Partizipation mit Huntsville, Ballrog, Dans Les Arbres sowie mit dem (instrumentellen) Rock-Outfit Finland zu Ehren gekommene Freidenker präsentiert hier Ergebnisse seiner Promotionsarbeit an der Norwegischen Musikakademie Oslo. Und somit zugleich ein ausgesprochen eigenes Kompositionsverfahren, das er als „Ensemble of Me“ bezeichnet.

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Ivar Grydeland: "Stop Freeze Wait Eat" (Hubro)

Ivar Grydeland: „Stop Freeze Wait Eat“ (Hubro)

Und das funktioniert im Groben so: Ivar Grydeland improvisiert auf der Basis von Klängen, die er ca. zehn bis zwölf Sekunden zuvor selbst erzeugt hat. „I work in the same way that I imagine a visual artist works: taking a step back to reconsider before he returns to the canvas. I like the alternation between intuition and reflection when I’m working at the studio.“ Welche Note Grydeland für sein Verfahren, bzw. dessen Umsetzung vom Osloer Prüfungsgremium erhalten hat, überliefert der Klangkünstler indes nicht.

Die Idee autonom evozierter Reaktionsschnelle, von der das Repertoire von Stop Freeze Wait Eat zehrt, entfaltet auch ohne akademischen Leitzins ästhetischen Mehrwert. Brüchige Flächen, dynamisierte Stagnation und Abstraktionspolitik am Rande der Kenntlichkeit – auf Basis von behutsam vorgenommen Saiten-Treatments und Elektronik – genügen vollends, um Stimmungen nachvollziehen zu können, die das Subliminale auch über der Baumgrenze zu durchforsten imstande sind. Stop Freeze Wait. Und – Eat: Rinjehauen!

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