Alessandra Gismondi und Luca Bandini haben als Schonwald zuletzt ihr drittes Album Between Parallel Lights (Anywave/Manic Depression/Audioglobe) veröffentlicht. Nach Amplified Nature (2009) und Dream For The Fall (2014) ist es dem italienischen Duo erneut gelungen, seinen charkteristischen Cold Wave weiter zu verfeinern. Mit besagter Kälte, an der vieles zerbrechen mag. Aber vieles auch gar nicht erst entstehen könnte. Unser Gespräch wurde indes von warmherziger Sympathie geprägt. Bleibt nur zu hoffen, dass Schonwald auch der baldige Einlauf in den Ehehafen gelingt.

Schonwald (Damien Lafargue)
Schonwald (Damien Lafargue)

amusio: „Ciao Alessandra, ciao Luca, lasst uns über den Titel eures neuen Albums einsteigen, Between Parallel Lights…“

Schonwald: „Der Titel ist von einem Traum inspiriert, der einem von uns beiden vor rund drei Jahren des Nachts widerfuhr. Vereinfacht gesagt, meint der Titel zwei Lichter, die uns durch eine an sich sinnlose Reise führend geleiten.“

amusio: „Was liegt zwischen den beiden Lichtern? Raum oder zumindest eine Art räumliche Wahrnehmung?“

Schonwald: „Es ist ein sehr intimer Raum, der sich zwischen uns befindet. In ihm können wir uns verlieren und finden, sobald wir ihn aufsuchen. Es ist ein Ort der Sicherheit.“

amusio: „Parallelen treffen sich in der Unendlichkeit. Spielt der Albumtitel auch auf Entropie und Auslöschung, im Sinne einer gegenseitigen Aufhebung, an?

Schonwald: „Zwar kann es eine Unendlichkeit in Bezug auf das Licht nicht geben, da das Licht selbst keine Wahrnehmung von Endlichkeit besitzt. Das Licht wahrzunehmen, bleibt letztlich immer eine subjektive Erfahrung. Aber der Idee von Entropie, Auslöschung und gegenseitiger Aufhebung stimmen wir im Zusammenhang mit dem Albumtitel durchaus zu.“

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