Böser Wolf ist ein Phänomen. Als musikalischer Alleinunterhalter mit Witz, Charme und angemessener Frivolität beglückt er ein Publikum, dass sich ansonsten lieber nur den düster-harten Rockklängen von einschlägig aktiven Bands hingibt. Das macht Spaß, das hat Potenzial – kommt aber nicht von ungefähr, wie das Gespräch von Wolf zu Wolf an einem Sonntagmittag erhellt. Dass beiden Beteiligten noch die übliche Wochenend-Übermüdung in den Knochen steckt, kann weder Neugier noch Auskunftsbereitschaft schmälern.

Im Schafkostüm, auf der Arbeit: Böser Wolf (bigbad-wolf.com)
Im Schafkostüm, auf der Arbeit: Böser Wolf (bigbad-wolf.com)

amusio: „Böser Wolf, warum ist deine Internet-Seite so umfangreich? Warum ist dein dortiges Tour-Tagebuch so ausführlich und liebevoll gestaltet? Warum legt du auf Transparenz so großen, großen Wert?“

Böser Wolf: „Damit ich mich besser selbst überprüfen kann. Und mich länger an das erinnern kann, was ich verbrochen habe. Natürlich dient mir die Webpräsenz samt ihrer Danksagungen, Protokolle und Bilder-Galerien auch als Kommunikationsplattform. Ich betreibe einen recht hohen Aufwand, doch dieser ist im Ergebnis Facebook überlegen, wo nur die Tagesaktualität Beachtung findet und sich das Vergangene rasch der Wahrnehmung entzieht. Ich erachte meine Homepage nach wie vor als den wertvollsten Bestandteil meiner Selbstdarstellung.“

amusio: „Deinem Eintrag nach zu urteilen, zählt dein Dezember-Gig im Irish Pub zu Coburg zu den Highlights eines für dich überaus ereignisreichen Jahres…“

Böser Wolf: „Absolut. Es gab dort eine erstaunlich gute Ton- und Lichttechnik, und auch der lokale Veranstalter entpuppte sich als ein Meister seines Fachs! Und das in Coburg, einer Stadt, die vielleicht nicht jedem ein Begriff ist, aber ein fantastisches Publikum bereithält und, dies nebenbei bemerkt, auch hinsichtlich ihrer Lage und ihrer Bausubstanz wunderschön ist.“

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