Sunflower Bean – Human Ceremony

Perlen, Plätschern, Pupsen

„Neo psychedelic for the digital age“ aus Long Island/Manhattan, frisch kredenzt von Sunflower Bean. Nach der EP Show Me Your Seven Secrets steht ab Freitag endlich das Debütalbum Human Ceremony (Fat Possum/[PIAS] Coop/Rough Trade) in den (virtuellen) Regalen dieser Hemisphäre. Offenbar soeben mit Auszeichnung der Global Dream Pop Academy entsprungen, erweisen sich Julia Cumming (Vox, Bass), Nick Kivlen (Gitarre, Vox) und Jacob Faber (Drums) auch unter Praxisbedingungen als belastbar. Denn sie wissen verflixt gut und genau, was sie da tun.

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

Sunflower Bean: "Human Ceremony" (Fat Possum/[PIAS] Coop/Rough Trade)

Sunflower Bean: „Human Ceremony“ (Fat Possum/[PIAS] Coop/Rough Trade)

Sollte der schwarze Rahmen um das pittoresk inszenierte Photo-Cover-Visual etwa einen dezenten Hinweis geben? Etwa auf die Gestaltung von Heyday, dem poppig entrückten Erweckungsalbum von The Church anno 1985? Ach was und kaum: Immer diese scheinbar übermächtige Referenz, die von den Jungspunden ohnehin nicht gekannt wird! Dennoch bleibt es phänomenal, wie viel die Australier um Steve Kilbey von dem vorweg genommen haben, was heute offenbar wieder schwer en vogue ist oder kommt.

Mit der Mode kennt sich Sängerin Julia Cumming als Model für Yves Saint Laurent ja aus. Zumindest ihre gesangliche Leistung kommt prêt-à-porter daher. Dem zarten Schmelz fehlt noch die Raffinesse, das Herbe bleibt vielleicht der nächsten Kollektion vorbehalten. Und so fügt sie sich traumhaft sicher ins stets sanft Kaskadierende der Melodieführungen ein, die sie gemeinsam mit ihren beiden Kollegen wasserdicht hält.

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