Simply Red – einfach gut!

Für Tage, an denen ich einfach nur Musik zum Chillen brauche, Musik, die mich ins Nirwana des Nicht-Nachdenkens bringt, steht bei mir im CD-Regal „Blue“ von Simply Red. Vor gefühlt 20 Jahren bekam ich sie von meinem großen Bruder zum Geburtstag geschenkt, selbst gebrannt, das Cover ordentlich kopiert (in Farbe!) und ausgeschnitten und in eine richtige CD-Hülle gesteckt. (Heute würde er mir die CD natürlich kaufen!)

Ein tolles Geschenk! Natürlich habe ich fast nichts von dem verstanden, was Frontman Mick Hucknall da sang, aber das war mir egal.

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule
Heute kenne ich die Texte aller Lieder auf der CD auswendig. Mein absoluter Lieblingstitel ist „The Air that I breathe.“ Da gibt es sie noch, die einzig wahre Liebe, die nichts auf der Welt braucht, wenn sie den Geliebten um sich hat:

Simply Red "Blue" (Quelle: Warner Music Group)

Simply Red „Blue“ (Quelle: Warner Music Group)

„Sometimes all I need is the air that I breathe and to love you
Can’t think of anything I need
No cigarettes, no sleep, no light, no sound
Nothing to eat, no books to read
Making love with you, has left me peaceful warm inside“

(Simply Red: Blue. Released 1998)

Hach, ist das schön! Da fühle ich mich in die Zeit der Verliebtheit zurückversetzt, in die Zeit, als ich nichts essen konnte, nichts essen wollte, weil mich die Schmetterlinge daran hinderten, mein einziger Gedanke dem Geliebten galt. Zukunftssorgen? Alltagsprobleme? Fehlanzeige! Dieses Gefühl bringt Simply Red mir zurück, wenn ich auf Play drücke, die Augen schließe und genieße.

Simply Red hat mich seitdem begleitet, und ich finde es ehrlich schade, dass es die Band nicht mehr gibt. Zum Glück macht Mick Hucknall als Solokünstler weiter. Da empört es fast schon, dass die nachfolgende Generation das so gar nicht würdigt: mein Sohn stellte als 2-Jähriger beim Mithören der CD fest: „Mama, warum schreit der Junge so?!“ Ts…! Der hat ja gar keine Ahnung!

PS.: Auch bei Facebook? Dann werde Fan von amusio!