Hypno5e – Shores Of The Abstract Line

Abstrakte Größen, konkrete Größe

Es gibt Alben, die erscheinen einfach größer als andere. Umfassender, bedeutsamer, wegweisender. Visionärer, facettenreicher und durchdachter als die jeweilige Konkurrenz. Als so viele andere Alben, deren Stärken dazu dienen, die gegebenen Schwächen zu kaschieren. Es sind jene Alben, die den Hörer zunächst überfordern, um ihn anschließend für seine Aufmerksamkeit reich zu belohnen. Shores Of The Abstract Line (Pelagic Records/Cargo, ab Freitag), das dritte Album der französischen Heroen des Cinematic Metal, gehört definitiv dazu.

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Hypno5e: "Shores Of The Abstract Line" (Pelagic Records/Cargo)

Hypno5e: „Shores Of The Abstract Line“ (Pelagic Records/Cargo)

Das Wichtigste zuerst: Hypno5e verfügen über die äußerst rare Gabe, technische Komplexität mit einer zutiefst menschlichen Komponente zu verbinden. Und diese Gabe, dieses unwahrscheinliche Talent, das da mit immensem Können einher geht, manifestiert sich auf Shores Of The Abstract Line in zuvor unerreichter Klasse. Große Worte, die jedoch nur jenen Taten Folge leisten, die Hypno5e bereits erbracht haben.

Machen wir es uns ausnahmsweise mal zu leicht: Beschreiben wir die Ereignisse auf Shores Of The Abstract Line als exakt abgezirkelte Schnittmenge aus Procupine Tree und Meshuggah. Zumindest im Hinblick auf die jeweils gegebenen Qualitäten käme man damit durch. Und doch würde diese prinzipiell zutreffende Mischpoke das Ureigene an Hypno5e verkennen. Das Ureigene, dem Genius Emmanuel Jessua entstammend, umgesetzt von einer Band gewordenen Homogenität, die ihr ständiges Experimentieren auf wundersame Weise als vollkommene Absicht deklarieren kann.

Nur echt mit der "5": Hypno5e (Pelagic Records)

Nur echt mit der „5“: Hypno5e (Pelagic Records)

Anmutige Schlenker zur iberischen Gitarre, anrührend orchestrierte Mehrstimmigkeit, ominöse und doch bedeutungsschwangere Atmosphären mit Sprachsamples und neuartigen Effekten, härteste Riffkultur, die den Geist gleichermaßen lenkt und befreit: „We play bipolar music“. That’s it. Verbindlichsten Dank dafür.

Hypno5e on tour:

18.02. CH-Zürich (Dynamo) w/Textures
19.02. Frankfurt/Main (Elfer) w/Textures
20.02. Berlin (Musik & Frieden) w/Textures
21.02. Hamburg (Headcrash) w/Textures
04.03. Köln (Underground)

hypno5e.com
facebook.com/hypno5e

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