Aus nach zwölf Jahren – My Chemical Romance sagen Goodbye

Am Samstag gaben die fünf Jungs von My Chemical Romance auf ihrer Website bekannt, dass sich die Band aufgelöst hat. Sie betonen die Dankbarkeit für das Erlebte, die Wertschätzung der Fans und Kollegen. Man soll ja aufhören, wenn es am schönsten ist. Ob das auch hier zutrifft?

Zu den genauen Gründen für die Trennung gab es bisher nämlich noch keine Aussage. „And now, like all great things, it has come time for it to end“, heißt es auf der Homepage von My Chemical Romance.

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Alternative Rock für jedermann
Ihr Soll haben die Jungs aus Newark (New Jersey) jedenfalls erfüllt. Bei knapp vier Millionen verkauften Tonträgern kann man durchaus die Frührente antreten. Traurig macht es mich trotzdem, denn seit 2001 lieferten My Chemical Romance recht possierliche Liedchen, die immer viel Spaß gemacht haben. Der Sound der Band erinnert ein wenig an Greenday und Billy Talent, bietet aber ausreichend Eigenheiten. Nicht zu hart und nicht zu weich, mit dem nötigen Bums, der aber auch weniger hartgesottenen Musikhörern zusagen konnte. Es ist zwar zu erwarten, dass jeder von ihnen zu gegebener Zeit neue Projekte antritt, ob und was genau ist aber noch nicht bekannt.

MCR beim Beale Street Music Festival Quelle: http://commons.wikimedia.org

MCR beim Beale Street Music Festival
Quelle: http://commons.wikimedia.org

Wankender Erfolg, trotz guter Produktionen
My Chemical Romance haben zuletzt 2010 ein Album veröffentlicht. „Danger Days: The True Lives of the Fabulous Killjoys“ war allerdings kein großer Kassenschlager (ebenso wie ihre erste Platte), im Gegensatz zu den Vorgänger-Alben „The Black Parade“ und „Three Cheers for Sweet Revenge“. Live haben die Jungs sowieso die meiste Freude bereitet. Zumal Leadsänger Gerard Way auch immer wieder ein optischer Hingucker war. Mal Punk, mal Emo, immer ein bisschen androgyn.

Liebe My Chemical Romans-Fans, nicht traurig sein. Das Schöne an der Musik ist ja, dass das Produzierte unvergänglich ist. Deshalb höre ich mir jetzt gleich mal meinen Lieblingssong an, „Welcome to the Black Parade“.

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Über Clarissa Nahr

Einst Sekretärin, durch Opfergabe von Freitagen und Samstagen für das Wochenendstudium heute Kommunikationswirtin. Besonderes Faible für Musik, Film und Tanz. Konzertaktivistin und passionierter Schreiberling.