Erst im November eröffneten Hong Faux für Clutch in der Kölner Essigfabrik. Dass sie rund zwei Monate danach bei ihrer ersten Headliner-Tour durch Deutschland erneut die Domstadt aufsuchen, ist aller Ehren wert. Und die schwedischen Alternative-Rocker verstanden es auf zunächst bemerkenswerte, später begeisternde Weise, den durchweg positiven Eindruck aus der Essigfabrik im Underground gar drastisch zu verstärken. Mit dieser Band wird weiterhin zu rechnen sein. Wenn alsbald wohl auch im Sinne großer Zahlen.

Nic Serén, Hong Faux, Live im Underground, Köln (Stephan Wolf)
Nic Serén, Hong Faux, Live im Underground, Köln (Stephan Wolf)

Kaum verlässt der Support Black Vulpine aus Dortmund nach einem sättigend druckvollen Set die Bühne des großen Saals im Kölner Underground, begeben sich auch schon die Mannen um Sänger und Gitarrist Nik Serén ans Werk. Es hat den Anschein, als ob sich die Stockholmer angesichts des nicht allzu zahlreich – für die Band jedoch in durchaus zufriedenstellendem Ausmaß – erschienenen Publikums erst einmal kurz warmspielen muss. Denn von einer hitzigen Atmosphäre kann angesichts der Raumtemperatur nun wirklich keine Rede sein.

Doch spätestens beim dritten Track, der Grunge-Trockenhaube Scars, springt der Funke über. Band und Publikum verschmelzen zu einer Einheit, die fortan für einen steten Energiefluss sorgt. Mit der Gewissheit, es mit veritablen Fans zu tun zu haben (die sich zur Überraschung von Nik Séren sogar als textsicher erweisen), steigern sich Hong Faux von Song zu Song – und genießen den wohlverdienten Zuspruch sichtlich. Dass im Auditorium gleich mehrere Clutch-Shirts gesichtet werden, kommt sicher nicht von ungefähr.

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