Orson Hentschel – Feed The Tape

Eine wuchtige Angelegenheit

Er zählt zu den wichtigsten Entdeckungen des vergangenen Jahres: Orson Hentschel. Und wieder erwies sich Denovali als das Label der Wahl sowie des feinen Gespürs für innovativ operierende Künstler. Aber nicht nur wer die energiegeladene Performance des Düsseldorfer Komponisten bereits auf einer Denovali-Veranstaltung erleben durfte, kommt ab morgen endlich in den Genuss eines geradezu vollkommen neu- oder zumindest andersartigen Sounds. Anhand des mit Spannung erwarteten Debütalbums Feed The Tape (Denovali/Cargo).

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

Orson Hentschel: "Feed The Tape" (Denovali/Cargo)

Orson Hentschel: „Feed The Tape“ (Denovali/Cargo)

Das Serielle im Geiste Steve Reichs ist für Orson Hentschel Mittel zum Zweck. Shift, Loop und Rezitation setzt er ein, um seine auf Samples basierenden Tracks mit hoch dynamischen Elan zu organisieren. Die Ergebnisse sind ist zwar hinreichend als mitreißend zu bezeichnen, doch soll die nach Lautstärke verlangende Auflösung nicht über die geschickt angewandten Verfahren hinwegtäuschen, derer sich Orson Hentschel bedient.

Dass der junge Meister sehr genau weiß, was er auf Feed The Tape veranstaltet, ist dem studierten Musikwissenschaftler und (klassischen) Komponisten wohl zuzumuten. Doch offeriert er dem Hörer seine Expertise in ungemein zugänglichen Formen. Die intellektuelle Leistung steht den massiven Impulsen keinesfalls im Weg. Es ist die Physis, auf die Orson Hentschel abzuzielen versteht. Aber selbst das betont Wuchtige seiner – immer wieder eigentümliche Wendungen vollziehenden – Sequenzen gerät ihm nie zum Selbstzweck. Somit erfüllt Feed The Tape die in ihn gesetzten Erwartungen. Und wir erwarten, dass es ihm gelingt, möglichst breite Hörerschichten zu erlangen.

Noise Of The Light:
youtube.com/watch?v=J0j7UEJgIMY

orsonhentschel.com
facebook.com/orsonhentschel
denovali.com/orsonhentschel

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