In ihrer australischen Heimat grüßte Dark Night Sweet Light (Nettwerk/Soulfood, ab heute) – das fünfte Album des Electro-Hop-Duo Hermitude – bereits im vergangenen Mai in sämtlichen Charts von oben. Angesichts der Energieleistung, die Angus „El Gusto“ Stuart und Luke „Luke Dubs“ Dubber an die Nacht legen und im hellsten Lichte erscheinen lassen, fällt es nicht schwer, sich des Staunens zu entziehen. Es sei denn, die ans Unwahrscheinliche grenzende Lockerheit, mit der die beiden beschlagenen Tüftler ihren Sound-Mix aufbrühen, hat schon längst für offene Münder gesorgt.

Hermitude: "Dark Night Sweet Light" (Nettwerk/Soulfood)
Hermitude: „Dark Night Sweet Light“ (Nettwerk/Soulfood)

Schon der fast ausschließlich mit analoger Gerätschaft erstellte Vorgänger HyperParadise (2012) genoss Platinstatus. Doch Dark Night Sweet Light greift anhand eines um digitale Sounds erweiterten Instrumentariums noch rigoroser nach den Sternen und dem Edelmetall. Allein schon die beiden Auskopplungen Searchlight und Through The Roof zeugen von einer überaus frischen Mentalität, mit der Hermitude souverän zwischen Dancefloor und Dancehall vermitteln.

Insbesondere machen sich dabei nicht zuletzt diverse tropisch-karibische Einfärbungen nützlich (Bermuda Bay), die dem überwiegend instrumental gehaltenen Konstrukten ordentlich Fleisch auf die Rippen treiben. Gleich vier Bonus-Tracks (Kooperationen mit Pell, Estelle, Big K.R.I.T. und Chuck Inglish) runden ein Album ab, das auch abseits der Zappelbuden bestens zu unterhalten weiß. Dem Run auf die Charts dieser Welt steht also nichts entgegen.

Hermitude – live:

18.03. Köln (YUCA)
19.03. München (Ampere)
22.03. Berlin (Kantine Berghain)
23.03. Hamburg (Uebel & Gefährlich)

hermitude.com
facebook.com/hermitude

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