Drawing Circles (Eat The Beat Music)
Drawing Circles (Eat The Beat Music)

amusio: „Auf dem organisch dichten Album fällt der Song Blur – samt seiner Distortions sowie dem einnehmenden Shoegaze-Einschlag – aus dem Rahmen…“

Sebastian Lesch: „Das war auch eine schwere Geburt, bis hin zum Mix. Blur existierte schon früh und war ursprünglich auf einem anderen Riff geschrieben. Doch der Song erwies sich bei der Umsetzung als ausgesprochen problematisch. Also haben wir etliche Details kurzfristig umgeworfen. Das charakteristisch Zerrende entstammt aber noch den frühen Jamsessions, bei denen Vincent sogar mal an den Drums saß und die Felle gerbte. Speziell für Blur haben wir Effekte aufgenommen, Einzelteile durch Pedale gejagt, Freeze aktiviert. Und auch viel verschoben, neu positioniert oder letztlich als eine Art Teppich genutzt, besonders im Endpart.“

Aaron Skiba: „Es erstaunt mich, dass Blur diese Aufmerksamkeit und Wertschätzung erfährt. Ich war mir den Besonderheiten des Songs schon gar nicht mehr so bewusst. Bei mir war er in den Hintergrund geraten. Und auch mental habe ich mich gar nicht so intensiv mit dem Track auseinandergesetzt.“

Sebastian Lesch: „Aaron scheint ein Meister der Verdrängung zu sein. Wir hatten verdammt viel Respekt vor dem Song.“

amusio: „Bei allem Respekt: Nach dem Album eines Newcomers klingt Sinister Shores beileibe nicht. Würde es sich um euer sechstes Album handeln, würde das nicht verwundern. Woher nehmt ihr diese Kraft zur Reife?“

Vincent Alex: „Ich will nicht zu persönlich werden. Aber es passieren halt Dinge, die mich als einen ausgesprochen emotional agierenden sowie reagierenden Menschen außerordentlich und dauerhaft beschäftigen. Dinge, die mich ärgern, frustrieren oder gar quälen. Es geht darum, persönliche Betroffenheit in der Musik zuzulassen. Unsere Songs müssen komplett ehrlich sein. Das haben wir uns geschworen. Es geht uns nicht darum, Lieder zu schreiben, damit wir was zum Spielen haben. Oder um anderen zu zeigen, dass auch wir Musik machen. Vielleicht trägt dieses Bekenntnis zur Aufrichtigkeit zum Eindruck von Reife bei.“

amusio: „Werdet ihr euch auch weiterhin zur Dunkelheit von Themen und Tonus bekennen?“

Vincent Alex: „Der Aufgriff von Emotionsketten inspiriert. Und negative Emotionen im Grundsatz vermutlich mehr als Freude oder Glück. Aber gutes Feedback macht glücklich. Ob sich das dann auch auf unsere nächsten Produktionen auswirken wird, bleibt abzuwarten.“

Sebastian Lesch: Uns ist bewusst, dass wir etwas machen, das wir selbst nicht einordnen können. Doch ist es für uns am wichtigsten, festzustellen, dass wir nahezu alles selbst gemacht haben. Dass uns diese Autonomie offenbar gelingt, dürfte unseren Glückshormonhaushalt nachhaltig aufgefrischt haben.“

Sleepless:
youtube.com/watch?v=yKYszMN3tP8

Drawing Circles on tour:

10.03. Leverkusen (Notenschlüssel)
11.03. Alsfeld (Plan B)
12.03. Bielefeld (Extra Blues Bar)
16.03. Köln (YUCA)
18.03. Solingen (Cobra)
19.03. Künzelsau (Kokolores)
02.04. Düsseldorf (Brause)
06.04. Tübingen (Café Haag)
07.04. L-Differdange (Schräinerei)
08.04. Landau (Das Haus)
09.04. Wiesbaden (Heimathafen)
12.04. Rostock (Mau-Club)
13.04. Lübeck (Tonfink)
14.04. Bremen (Kulturküche)
16.04. Hamburg (Freundlich & Kompetent)
19.04. Hannover (Kulturpalast Linden)
21.04. Leipzig (Cammerconcerts)
23.04. Magdeburg (Wohnzimmerkonzerte)
24.04. Berlin (Auster Club)
03.05. Bonn (Pantheon)
04.05. Bamberg (Freiraum)
06.05. CH-Basel (Café Salon)
07.05. CH-Zürich (Photobastei)
10.05. Freiburg (Tuesday Tracks)
11.05. A-Innsbruck (Bäckerei)
20.05 Gelsenkirchen (Wohnzimmer GE)

drawingcirclesmusic.com
facebook.com/DrawingCirclesMusic

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