Slugde ist Sex. Und wenn man den Thrill nicht mehr verspürt, staut sich die Wut. Und man muss die Dinge selbst in die Hand nehmen. Low-end besessen und mit endlich wieder prall gefüllten Eiern. So wie Love Sex Machine aus Lille, der französischen Stadt der Liebe, Hiebe und Triebe. Stoisch ziehen sie auf ihrem zweiten Longplayer Asexual Anger (Vinyl: Throatruiner Records/ CD: Lost Pilgrims Records, ab morgen) gegen jegliche Verniedlichungstendenzen ins Feld, die den wahren Core in zu viel Futter betten. Hier krachen Koje und Futon bis die Saugtücher zementieren. Salut, ihr Wichser.

Love Sex Machine: "Asexual Anger" (Throatruiner Records/Lost Pilgrims Records)
Love Sex Machine: „Asexual Anger“ (Throatruiner Records/Lost Pilgrims Records)

Weiland der einleitende Titeltrack sowie sich das anschließende Drone Syndrome bei aller Heaviness ihre Mäuler noch einen Tick zu weit aufreißen, schraubt Black Mountain aber mal so richtig am nackten Daumen. Obacht, die Herren kennen sich aus, mit Album-Dramaturgie! Jetzt ist Schwung in der Bruchbude. Doch dem macht Devolution mit seinem plötzlich über die Szenerie hereinbrechenden Splatter-Drumming wieder den Garaus.

Love Sex Machine wissen, wie eine abgrundtief fiese Platte zu klingen hat. Und murksen sie mit Atrocity, Infernal Spiral und Silent Duck entsprechend sachkundig zugrunde. Wahrscheinlich kriegt die sexuell sublimierte Meute hierzulande mal wieder zu wenig von der Franzakken-Frenzy mit. Hätten De Gaulle und Adenauer das geahnt, sie hätten die gute alte Erbfeindschaft wieder aufleben lassen.

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