Die Vögel bei hr3@night – so lala!

So kalt wie in diesem Jahr, war es wohl noch nie bei einer hr3@night. Trotz klirrender Kälte und langen Schlangen vor den verschiedenen Veranstaltungsorten, konnten sich auch in diesem Jahr wieder 18.000 Feierlustige aufraffen, an Hessens größter Radioparty teilzunehmen. In zwanzig Locations im Frankfurter Stadtgebiet gaben mehr als fünfzig Bands, Sänger, Comedians und DJs ihr Können zum besten – und alles für nur 12 Euro für die gesamte Nacht.

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Ich persönlich habe mich an diesem Abend im Alfa Romeo Showroom eingefunden. Hier war für 23:30 das Hamburger Duo „Die Vögel“ angekündigt, die für ihren abgefahren-unkonventionellen Musikstil, nämlich eine Art Techno unter Zuhilfenahme von Blasinstrumenten, bekannt sind.

Die Vögel in Aktion. Foto: Nina Pelke.

Die Vögel in Aktion. Foto: Nina Pelke.

Gleich am Eingang des Autohauses wurde man von Promotion-Hostessen abgefangen, die Gewinnspielkarten verteilten, mit denen u. a ein neues Alfa-Modell beworben wurde. Schließlich hieß es denn auch im Flyer zur Veranstaltung: “Von wegen nur Benzin im Blut – zu hr3@night im Alfa Romeo Showroom liegt auch der Beat im Blut: Harte Bässe und House Musik vom Feinsten treffen auf italienisches Lebensgefühl!“ Man verstehe mich bitte nicht falsch, Alfa Romeo macht schöne Autos und es ist sicher auch bemerkenswert, eine Location für diese Nacht zu stellen und die Veranstaltung zu unterstützen, trotzdem hat mich diese Kombination an diesem Abend peinlich berührt. Es war einfach zu viel des Guten.

Die Location hat sich denn leider auch als ungeeignet für solch einen Act herausgestellt. Das riesige, zweigeschossige Foyer des Auto-Showrooms erwies sich als zu hoch, zu hell und zu leer für einen Liveact, der noch dazu ungünstigerweise an der Längsseite des Raumes, statt an der Kopfseite, positioniert war. Dementsprechend lahm und mau war dann auch der Auftritt der Vögel. Die Leute standen rum, kaum jemand tanzte, es wurde nicht geschrien gejohlt oder geklatscht, wie ich es sonst bei derlei Auftritten gewohnt bin. Das nächste Mal bitte lieber wieder im kleinen, dunklen, engen Club. Und ohne Gewinnspiel.

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Über Nina Pelke

Kommunikationswissenschaftlerin, Texterin, Autorin und Musikliebhaberin aus Frankfurt. Auf dem Schirm: sämtliche Spielarten elektronischer Musik, wie Techno, Dance, Elektro, Minimal, House, aber auch Rock, Grunge und Crossover. Plus: Leidenschaft für Kunst, Literatur, Kino und Theater.