Stefan Rusconi & Tobias Preisig – Levitation

Das Heilige und die Gewaltfreiheit

Im gotischen Gotteshaus Saint-Étienne zu Cully entstand binnen fünf Nächten Levitation (Qilin Records/Broken Silence). Die Intimität der Vergeistigung sowie die vibrierende Konzentration dieser Sessions bleiben auf einem Tonträger verlustfrei erhalten, anhand dessen die Schweizer Stefan Rusconi und Tobias Preisig den Hörer an ihrer außeralltäglichen Erfahrung teilhaben lassen. Zwischen Versenkung und Erhebung gehen Orgel und Violine eine Symbiose ein, die fortan das Potenzial besitzt, ewig zu währen. Gott sei Dank.

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Stefan Rusconi & Tobias Preisig: "Levitation" (Qilin Records/Broken Silence)

Stefan Rusconi & Tobias Preisig: „Levitation“ (Qilin Records/Broken Silence)

Ob nun die Orgel prinzipiell den Sakralbauten (und Philharmonien) vorbehalten zu bleiben hat, sei dahingestellt. Entscheidend ist, dass Rusconi und Preisig keinen Hehl um jenes Momentum machen, das Levitation zu einem Dokument der Eigentlichkeit deutet. Beim Hören will jedes Nebengeräusch eliminiert werden. Und doch muss sich die klingende, lärmende Welt gegen die Vereinnahmung erwehren, die das Album ihr zumutet.

Levitation könnte mit seinem Ambient Klausur und Wanderlust gegeneinander ausspielen. Doch bleibt aufgrund einer völligen Absenz mutwilliger Deutung das immens befreiende Pfund dieser zutiefst befriedenden Musik unangetastet. Jedes Wort eine Verrohung, jeder Ton eine Offenbarung. Sicher auch, gut und gerne, für Agnostiker.

qilinrecords.com
stefanrusconi.com
tobiaspreisig.com

dense.de

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