Welle:Erdball – 1000 Engel

Genesungswerk

Zwischen Ironie-Kontamination und um einige Spuren zu läpsch in Schlagerseligkeit gebetteten Minimal Electro pendelten Honey, A.L.F. sowie die Damen Venus und Lila in den vergangenen Jahren etwas ziellos und vermeintlich mangelhaft inspiriert umher. An großartige Alben wie Der Sinn des Lebens schien sich nicht mehr anknüpfen zu lassen. Ein haarsträubend bescheuerter Film (Operation: Zeitsturm) bildete das andere Ende der Fahnenstange. Mit der 1000 Engel – Limited Box, die ab Freitag als „einfache“ EP auch für Normalsterbliche erhältlich ist (Oblivion/SPV), stehen die Zeichen indes nicht mehr länger auf Halbmast. Die Welle, sie sendet wieder: Vom Schwächeln genesen. Und Hurra!

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Welle:Erdball: "1000 Engel" (Oblivion/SPV)

Welle:Erdball: „1000 Engel“ (Oblivion/SPV)

Muss Ausgewogenheit zum Ausweis von Qualität herhalten? Im Falle der Welle versuchsweise schon, zieht die (nach wie vor einzigartige) Band doch auf 1000 Engel nahezu sämtliche Register, die sich in ihrem Schaffen bis dato auffinden ließen. Doch entgehen sie Selbstplagiat und Schludrigkeit mit fast verloren geglaubter Verve.

Allein Ein Teil von mir (YAMAHA PSS-401) zelebriert die Lust am eigenen Genius, während Liebe, Sex und Zärtlichkeit das vernünftigste Erbe von Kraftwerk, Zaza (Zauberstab) und Rheingold antritt. Den ihnen vorauseilenden Ruf haben Welle:Erdball wieder eingeholt. Dann kann es ja weitergehen.

welle-erdball.info
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