Norman Westberg – MRI

Brain + Mind = Ambient

Nachdem Ende des vergangenen Jahres auf Room40 bereits der Dreitracker 13 einem Re-Release unterzogen wurde, legt der vor allem als Gitarrist der Swans berühmt-berüchtigt gewordene Norman Westberg mit MRI auf der langen Distanz nach. Über rund 54 Minuten erstrecken sich drei minimal gehaltene Gitrarren-Epen, die ihren Ausgangspunkt bei der Erfahrung eines Kernspin-Checks des Schädels nahmen. Ambient, so groß und weitreichend wie die ungenutzten Potenziale des menschlichen Gehirns.

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Norman Westberg: "MRI" (Room40)

Norman Westberg: „MRI“ (Room40)

Der Blick in den eigenen Kopf, dem das Bemerken einer einseitigen Schwerhörigkeit vorangegangen war, inspirierte bereits 2012 den charakteristisch versierten und vielfach kulturell involvierten Norman Westberg zu einer musikalischen Fortführung des Erlebten und Gesichteten. Das Prinzip der magnetischen Rotationsinstabilität sowie der denkbar intimste Einblick ins eigene Innenleben verknüpfte er anhand von hochkonzentriert angewandten Techniken der minimalen Schichtung.

Während der neu gemasterte Titeltrack das Schauen der Statik überantwortet, scheint mit dem ebenfalls aufpolierten 410 Stairs eine Durchdringung zu gelingen, an deren Ende das Innere selbst den Blick nach außen zu wenden scheint. Auf klanglich engstem Raum geschehen hier unerhörte Verschiebungen von hypnotisch-transzendenter Qualität auf über 20 unvergesslichen Minuten. Das erst vor kurzem entstandene und bislang unveröffentlichte Lost Mine komplettiert als Reflexion des Entstehungsprozesses der beiden vorangegangenen Tracks ein Album der Meditation, bei dem auch die Demut gegenüber der eigenen Physis aufgetragen wird.

normanwestberg.com
facebook.com/NormanWestberg

emporium.room40.org

dense.de

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