Komora A - Crystal Dwarf

Sachlich sowieso richtig

Dominik „Wolfram“ Kowalczyk, Karol Kosniec und Jakub Mikolajczyk aus Warschau firmieren als Komora A und haben mit Crystal Dwarf (Monotype Records) ein sich aus der Improvisation speisendes und klassisch karg texturiertes Industrial Ambient Album aus der Taufe gehoben. Trotz der Baptisterei für einen Einsatz im polnischen Volksumruf („Radio Maria“) gänzlich ungeeignet, erweist sich ihr Debüt als ausdrückliche Empfehlung für den Verein der „extremely hard off hearing“.

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Komora A: "Crystal Dwarf" (Monotype Records)

Komora A: „Crystal Dwarf“ (Monotype Records)

Auch wenn sie den Drone Of Reality dem Drone of Unreality entgegenstellen – an den Kern des vorangestellten Unterschieds gelangen Komora A nicht. Zumindest wenn ihr Treiben aus einer neuralen Position der nüchternen Einfalt zur Beurteilung ansteht. Da an dieser Stelle aber auch (und vor allem) das Geschmacksurteil (i. S. v. „dieses Bier schmeckt mir“) zum Zuge kommt, ist die gegenständliche Indifferenz von Crystal Dwarf auch nicht weiter tragisch (im uneigentlichen, profanisierten Sinne: als ob Musik oder Unfälle jemals tragisch sein könnten).

Garniert mit gewagten Frequenzverläufen paraphrasieren Komora A unter Aufbietung handwerklicher Gesellentauglichkeit prototypisch bis symptomatisch arrangierten Minimalismus, gegenüber dem etwa die Werke von Negapadres 3.3 oder Triage das reinste Halligalli darstellen. So auch das ins Feld geführte Experiment bisweilen den entsprechenden Kästen und Kasten entnommen zu sein scheint, bleibt im vorläufigen Endergebnis eine mehr als lobende Erwähnung im erlauchten Dunstkreis der Connaisseure, Aficionados und sonst wie willentlich Bekloppten, die für jede generalisiert Kontra gebende Aktivität Zuneigung empfinden.

komora-a.pl
facebook.com/KomoraA
monotyperec.bandcamp.com/album/komora-a-crystal-dwarf

dense.de

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