Tsunami Club / Temptation Club - Köln

Hier gewesen – um zu bleiben: Tempers & Dead Leaf Echo

Die schlechte Nachricht zuerst: Auf dem Weg von Regensburg in die Kölner Südstadt sahen sich Dress gezwungen, auf der Autobahn die Segel zu streichen. Zu schade. Vertrauen wir also auf einen zweiten Anlauf. Ihre Anreise aus New York hatten indes Dead Leaf Echo bestens überstanden, gestalteten so ihre Deutschland-Premiere zu einem Triumph. Nachdem bereits das US-Mindgaze Duo Tempers den Club auf Höchsttemperatur gebracht hatte.

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Heavy Petting: Dead Leaf Echo in Köln (Stephan Wolf)

Heavy Petting: Dead Leaf Echo in Köln (Stephan Wolf)

Spätestens seit ihrer Präsenz auf den Kalte Sterne Festivals zu Frankfurt, Oberhausen und Bremen ein Begriff in hiesigen Landen, gewährten Jasmine Golestaneh und Eddie Cooper auf der Durchreise (heute Paris, morgen wieder über dem Großen Teich) dem von freudiger Erregung ergriffenen Publikum im Tsunami eine Werkschau erster Sahne. Mit dem Material ihres Hammer-Albums Services profund ausgestattet, legten sie ein Set auf die Bretter, das seine Wirkung um sämtliche Hypophysen zu schlängeln verstand. Dabei mag ein jeder seine Schublade für die sympathischen Zwei aufziehen, die des Autoren steht: Mindgaze!

Nach diesem beherzt ergreifendem Spiel auf der Klaviatur des allzu menschlichen Chaos aus Emotion, Ernüchterung und Hoffnung fiel es Dead Leaf Echo mit ihrem mächtig auf Noise gezogenen Dream Wave-Entwurf zunächst schwer, das Niveau der positiven Anspannung zu halten. Tatsächlich erwiesen sich die Songs ihres aktuellen, von Kritikerlob überschütteten Albums Thought & Language in der Live-Darbietung als entschieden garstiger veranlagt als gemeinhin angenommen.

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