Chameleons Vox im Luxor, Köln

Basically!

10 Jahre Attaque Surprise, und wieder ist es an der Zeit, Szeneliebling Mark Burgess und seine Chameleons Vox abzufeiern. Entgegen vorheriger Verlautbarungen steht im Kölner Luxor das Debütalbum Script Of The Bridge nicht im Zentrum der umjubelten Darbietung. Tatsächlich entfällt der prozentuale Löwenanteil des Sets auf das Zweitwerk What Does Anything Mean? Basically. Die Enttäuschung dürfte sich in Grenzen halten, zumal der Mega-Song Second Skin – natürlich – mit gewohnter Inbrunst gegeben wird. Und einige Überraschungen on top.

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Mark Burgess (Stephan Wolf)

Mark Burgess (Stephan Wolf)

Die CD-Live-Präsentation von Lee Jay Cop (Irgendwas Is Immer) verfolgt rund ein halbes Dutzend Zuhörer, während sich vorm und ums Luxor herum die Altbekannten versammeln. Es wird in Erinnerungen geschwelgt, gefachsimpelt – und die weiterhin Ankommenden im Minutentakt begrüßt: „Schön, dass es doch noch geklappt hat..“ – „Hab ich doch gesagt: Wenn ich es in diesem Jahr auf ein Konzert schaffe, dann auf das hier…“ Man kennt sich. Und weiß den Wert des heutigen Abends zu schätzen.

Die Reihen schließen sich anlässlich des Gigs der Lokalmatadore Box And The Twins. Anhand einer guten halben Stunde (Alp-)Traum-Wave präsentiert das Trio seine flächenfüllenden Möglichkeiten (und offenbart seine derzeitig noch vorhandenen Grenzen), zum offensichtlichen Vergnügen der nunmehr fast vollzählig Anwesenden. Vor allem im Hinblick auf eine nur bedingte Kompatibilität zum folgenden Kult eine anerkennenswerte Leistung.

Chameleons Vox: Yves Altana & Mark Burgess (Stephan Wolf)

Chameleons Vox: Yves Altana & Mark Burgess (Stephan Wolf)

Als Neil Dwerryhouse (der mit der Brille), Chris Oliver (der mit der Glatze), Yves Altana und Mark Burgess in Erscheinung treten, verselbstständigt sich die Stimmung schlagartig. Wie es nicht anders zu erwarten war. Und Mark Burgess beschränkt sich fürderhin darauf, seine Songs mit dem Publikum kommunizieren zu lassen. Was vollkommen genügt, um in überzeugender Manier unter Beweis zu stellen, dass er noch immer mächtig Bock hat, Kracher an Kracher zu reihen.

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