Marius Tilly. - Nebula Rising

Spinal Madrugada, per Anhalter

Da hat aber jemand mal sein Nutella-Brot ordentlich mit Kaba (und eben nicht mit Nesquick) aufgepeppt. Mit Nebula Rising (Made In Germany/Indigo) lässt der Mann aus dem Pütt keinen Zweifel darüber zu, dass er den besseren Soundtrack zu Spinal Tap am Start hat. Denn wo andere nur Klischees bedienen, überzeugt er mit Hall, Inbrunst und Wucht. Da trinkt selbst ein Sivert Hoyem den Kaba gerne mit.

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Marius Tilly.: "Nebula Rising" (Made In Germany/Indigo)

Marius Tilly.: „Nebula Rising“ (Made In Germany/Indigo)

Stoner-Bluesrock?! Mag sein. Man könnte auch Post-Postrock dazu sagen (Orion). Nichtsdestotrotz löst Nebula Rising gerade mal Begeisterungsstürme im hiesigen Hause aus. Weil Marius Tilly und seine Mitstreiter auf diesem Album aus dem Stand zu einem Run ansetzen, der sämtliche Hürden locker zu nehmen vermag. Insbesondere gefällt der elitär-arrogante Einschlag, mit dem Marius Tilly croont, als ob seine Vorbilder nur zu Idolen taugen würden. Diese Musik hat eine ganz eigene Seele, einen ganz eigenen Stil, irgendwo zwischen, wie angedeutet, Spinal Tap, Madrugada und einem Robert Plant in jung und weit geschnittener Hose.

Auch das lose Konzept des Weltraums, im Sinne von Douglas Adams, geht auf. Nebula Rising weist über sich selbst hinaus. Steckt voller Überraschungen und bleibt doch stimmig. Das hat Klasse, Stil und das Zeug dazu, international zu brillieren. Wenn Leute wie Marius Tilly. auch mal ins Fernseh kommen würden, es lohnte sich, einzuschalten. Zum Glück gehen er und sie auf Tour, die Termine sind den Links zu entnehmen.

mariustilly.com
facebook.com/MariusTillyBand

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