The Black Angels – Psychedelic-Rock aus Texas

Es ist offensichtlich zurzeit furchtbar in, den Sound des vergangenen Jahrhunderts zurück in die Rockmusik zu holen. Nicht nur große Bands wie etwa Foo Fighters, Wolfmother oder Them Crooked Vultures profitieren von dem neuen alten Bewusstsein für handgemachte Musik. Die Band The Black Angels gewann enorme Aufmerksamkeit über ihre Myspace-Seite Anfang der 2000er. Heute haben sie, trotz des Bedeutungsverlusts immer noch über 62.000 Freunde auf Myspace. Auf Facebook sind es sogar weit über 95.000 likes.

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

Für Nischen-Musik ein echter Erfolg. Aber nicht nur innerhalb der Szene erfreuen Sie sich enormer Bekanntheit. Unter anderem für die Serien „Fringe – Grenzfälle des FBIs“ und „Californication“ steuerten sie ihre Musik bei.

The Black Angels Quelle: http://lightintheattic.net/ Foto: Briana Purser

The Black Angels
Quelle: http://lightintheattic.net/
Foto: Briana Purser

Aber wer steckt hinter der Kapelle, die offensichtlich im Hintergrund einen enormen Erfolg zu verbuchen hat. The Black Angels wurden 2004 gegründet. Die Inspiration für ihren Bandnamen fanden sie in dem Song „The Black Angel’s Death Song“ von Velvet Underground. Ihr Debüt-Album „Passover“ wurde von Fans und Presse positiv aufgenommen. Es folgten mehrere Alben und EPs, sowie ausgedehnte Touren, bei denen sie sich die Bühne unter anderem mit The Black Keys, Black Rebel Motorcycle Club, Queens of the Stone Age und Wolfmother teilten.
Ihr Sound erinnert, wohl auch wegen der Orgel, an die frühen Doors, gepaart mit fetten verzerrten Riffs, ohne einer Spur von digitalem glattgebügeltem Einheits-Sound. Hier wird noch wie zu Jimis Zeiten ein Fuzz aufgedreht. Dabei bleibt die Musik stets düster-melancholisch und verleitet zum Verweilen, zum Lauschen und zum Resümieren. Fast hypnotisch schaffen es die schwarzen Engel einen in ihren Bann zu ziehen und zum Bleiben einzuladen. Dabei lassen sie sich für jedes Lied die Zeit, die es benötigt um die volle Wirkung zu erzeugen. Keine Spur vom Drei-Minuten-Einheits-Radio-Zwang. Am besten einfach mal selber reinhören:

Anfang April erscheint ihr neuester Geniestreich „Indigo Meadow“ bei Soulfood. Das Album wird es als CD, Download und Schallplatte geben. Wer sich das Album vor dem Kauf schon einmal zu Gemüte führen will, sollte unbedingt auf der Homepage der Band vorbeischauen, dort kann man das gesamte Album streamen.

PS.: Auch bei Facebook? Dann werde Fan von amusio!

Über Holger Sontopski

Junger Redakteur. Schon seit Jahren in der fränkischen Musikszene unterwegs. Hat eine Vorliebe für riffbetonte Musik, schaut aber dank seiner klassischen Musikausbildung gerne über den Tellerrand hinaus.