Der Bandname sowie das von Luminokaya gestaltete Artwork mag auf falsche Fährten führen. Denn allzu mathematisch orientiert oder dem Djent à la Meshuggah verfallen, erweisen sich die Jungs aus Modena – bei aller an den Tag gelegten technischen Versiertheit – auf ihrem Zweitwerk Ashes Of Fate (darkTunes Music Group/Soulfood) keineswegs. Tatsächlich zehrt ihr Modern Metal gleichermaßen von Referenzen wie Fear Factory oder Soilwork – weswegen Björn „Speed“ Strid auch gleich eine Gastrolle übernahm.

Logical Terror: "Ashes Of Fate" (darkTunes Music Group/Soulfood)
Logical Terror: „Ashes Of Fate“ (darkTunes Music Group/Soulfood)

Weiterhin gönnen sich Logical Terror einen ungeahnten Hang zur melodischen Finesse, was letztlich auch den großen Sprung vom Vorgängeralbum Almost Human zum nun vorliegenden Prachtstück markiert. Da darf zum Ausklang sogar eine Art Ballade erklingen (Coming Undone), da bricht sich der Fünfer keinen Zacken aus der edel gestählten Krone.

In gewisser Weise schlagen Logical Terror – und das ist nun wirklich mal innovativ – die Brücke vom Power Metal zu den technoiden Brutalismen. Insbesondere der Titeltack – mit Jon Howard (Threat Signal) als Verstärkung – lässt diese Schlussfolgerung genüsslich verifizieren. Ob und inwiefern die Band so ihrem Namen noch Ehre erweist, sei dahingestellt. Und letztlich, angesichts der durchgängig hohen Qualität des Gebotenen, auch herzlich egal.

Nowhere To Nowhere (official live video):
youtube.com/watch?v=ViKApi0wdRA

facebook.com/LogicalTerrorOfficial

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