Sun Worship - Pale Dawn

Rektales Gleißen

Während ihr Debütalbum Elder Giants das Zeug dazu besaß, sämtliche Sonnenbräune aus der Fresse zu hauen, schickt sich das Berliner Trio Sun Worship mit Pale Dawn (Golden Antenna/Broken Silence) dazu an, die Sonne aus dem Allerwertesten scheinen zu lassen. Denn bei aller Räudigkeit des dargebotenen Mix aus Black Metal, Metal und noch mehr (Avantgarde) Metal (Celeste lassen grüßen) drängt sich Furz auf Furz aus fröhlichen Hintern. Kein Fall für die Proktologie.

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Sun Worship: "Pale Dawn" (Golden Antenna/Broken Silence)

Sun Worship: „Pale Dawn“ (Golden Antenna/Broken Silence)

Im Gegenteil: Der vorgeblich finster veranschlagte Sound des Dreiers lässt kurzerhand die Sonne aufgehen. Getreu der bekannten Aufforderung, sie solle doch des nachts scheinen, da sie es tagsüber ja ohnehin zu tun pflegt. Die unaufhörlich rasend vorgetragenen Melodiebögen lösen den sofortigen Willen zur inneren Erhebung (und äußerlichen Erhabenheit) aus, selbst wenn dem Titeltrack noch eine gewisse Zähigkeit anhaften sollte. Doch könnte dieser Eindruck auch einer Album-Dramaturgie geschuldet sein, die dafür zu sorgen hat, dass vor lauter Sturm und Drang auch das Kleinhirn nicht zu kurz kommt.

Wenn sie es so wollten, könnte man Sun Worship als die helle Variante von Unru bezeichnen. Dass die beiden Bands gerne gemeinsam touren, ist also durchaus nachvollziehbar. Doch wo Unru keinen Lichtstrahl mehr zulassen, der über den eines Endoskops hinausgeht, tauchen Sun Worship Körper und Geist ins Gleißende. Pale Dawn – und der Sommer ist gerettet.

19.05. Kassel (Goldgrube, w/Unru)
20.05. Darmstadt (Oettinger Villa, w/Unru)
21.05. Aachen (AZ/Blast Over Aachen, w/Unru & Wrekmeister Harmonies)
22.05. Leipzig (UT Connewitz, w/Unru & Wrekmeister Harmonies)
25.05. Berlin (Tiefgrund – Record Release Party)

facebook.com/sunworshipband

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