Lars Graugaard & Keisuke Matsuno - Invisible

Tag der Alchemie

Zwei, die sich gefunden haben. Zumindest am 27. Oktober 2015, dem Tag, an dem Invisible (Clang) wie aus dem Nichts aus den Köpfen der ephemeren Compagnie in die Welt diffundierte. War die Menage des dänischen Avantgarde-Allrounders Lars Graugaard mit dem Meta-Gitarristen und Wahl-Berliner Keisuke Matsuno auf dem Papier auch schon längst überfällig, so löst die schallende Emanation des klugen Plans nur heitere Verwunderung aus: Ob Homogenität nicht doch der Koinzidenz des Magischen entspringen könnte?

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Lars Graugaard & Keisuke Matsuno: "Invisible" (Clang)

Lars Graugaard & Keisuke Matsuno: „Invisible“ (Clang)

Wäre dieses zehrende Flimmern, jenes zähe Flattern und auch dieses (betont) zögerliche Fremdgehen in die Gefilde des Gegenübers im Sinne des Miteinanders auf einem einzigen Mist gewachsen – der zudem noch in Wochen und Monaten der Projektierung Form und Gestalt angenommen hätte – es wäre ohne die Anrufung halbseidener Mächte nachvollziehbar und vor allem glaubwürdig gewesen.

So aber kratzt man sich verdutzt den Steiß: Entweder die beiden Begnadeten waren auf den Tag genau bestens vorbereitet und topfit im Kopf. Oder sie, bzw. Lars Graugaard lt. Angaben alleine, hat/haben alles auf die Karte des Editierens gesetzt. Weder noch? Dann sei Invisible fortan mit dem Verdacht versehen, dass bei seiner Entstehung so ziemlich alles nicht mit rechten Dingen zugegangen ist. Bei allem Glauben an die Macht von Antizipation, Intuition und „blindem“ Verständnis: Solve et Coagula! Und der Materialismus in der Kunst gilt als verschollen. Seit dem 27. Oktober 2015. Ach was: Man hört ihn nur nicht. Auf Invisible.

clang.cl/lars-graugaard
keisukematsuno.tumblr.com

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