Aber sowas von: Last Leaf Down (Stephan Wolf)
Aber sowas von: Last Leaf Down (Stephan Wolf)

Platz 2: Last Leaf Down

Eine gewisse Voreingenommenheit beiseite: Was die fünf Jungs aus der Nähe von Solothurn anlässlich der Spieleröffnung im Alten Landratsamt – als Newcomer – abliefern, grenzt an Machtübernahme. Einen belobigend guten Sound vor Ort (das war nicht immer so…) ausnutzend, bescheren Sascha Jeger und Co. den Anwesenden eine Mixtur aus Shoegaze und Postrock, die an tiefste Emotionen – Trauer, Bedauern, Zuversicht und Glück – rührt.

Grandios, wie sich die Band – darüber hinaus und im Laufe einer ewig währenden Stunde – zu steigern versteht. Dass die erstmals vorgestellten Songs des anstehenden Zweitlings den Gesang (Benjamin Schenk) stärker als zuvor prononcieren, erweist sich als weise Entscheidung. Für noch mehr Durchschlagskraft, der sich kaum einer zu entziehen weiß. Während Patrick Hof die Felle gerbt, als ob er sein Kit als Leihgabe der Ausstellung „30 Jahre WGT“ schon mal vorab zuschustern wollte, geben drei (!) Gitarren alles, was das Herz eines jeden begehrt, der sich auf das veranschlagte Genre versteht. Großer Jubel, sämtliche CDs (Fake Lights) binnen Minuten verkauft – pompös, verträumt, endgeil! Und auch der Träger eines Shirts von Katatonia guckt ab sofort, wann und wo Last Leaf Down demnächst auf Tour kommen…

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