Ob verfrüht, längst überfällig oder gerade zur rechten Zeit: Am Freitag erscheinen mit den Neuauflagen von The Piper At The Gates Of Dawn, A Saucerful of Secrets, Music From The Film More sowie dem Doppelalbum Ummagumma die Frühwerke der wohl auf ewig bedeutsamen Über-Band aus dem Londoner Underground – seit über zwei Jahrzehnten erstmals wieder auf Vinyl (Pink Floyd Records/Warner Music). In sorgsam remasterten Versionen auf standesgemäßen 180 Gramm. Sie bilden die erste Tranche der im Verlauf des Jahres weiterhin anstehenden Vinyl-Wiederveröffentlichungen des gesamten Back-Katalogs.

(Pink Floyd Music Ltd.)
(Pink Floyd Music Ltd.)

Dass die Covergestaltung samt der spezifischen Haptik im Sinne einer Reproduktion der Original-Packagings nachempfunden wurde, rechtfertigt eine lobende Hervorhebung. Wohl dem, der noch einen direkten Vergleich anzustellen vermag. Denn angesichts der – im Vergleich zum heutigen Standard – spätestens ab Mitte der siebziger Jahre minderwertigen Verarbeitungs- und Materialqualität des Massenprodukts „Schallplatte“ dürfte die Neuauflage des Floydschen Gesamtwerks für zahlreiche Offenbarungserlebnisse sorgen.

"The Piper At The Gates Of Dawn" (Pink Floyd Music/Warner Music)
„The Piper At The Gates Of Dawn“ (Pink Floyd Records/Warner Music)

Doch bleiben wir aus gegebenem Anlass beim Frühwerk der Briten, das Ende der sechziger Jahre wohl noch auf einem zeitgemäß adäquaten Niveau angeboten wurde – und in UK viermal die Top Ten zu knacken verstand. Bereits das noch mit Syd Barrett eingespielte Debüt The Piper At The Gates Of Dawn hielt sich im Herbst des Jahres 1967 geschlagene 18 Wochen in der Langspieler-Hitliste des Vereinigten Königreichs (und gelangte dort bis auf Platz 6). Es gilt somit als ein Indikator für den Zeitgeist des Swinging London, dem Pink Floyd ihre eigene Note zuführten.

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