Auf earMUSIC (Edel) erscheint heute mit The Brightest Void das Vollzeit-Prequel-Album zu dem für den 5. August vorgesehenen Hauptwerk Tarjas, The Shadow Self. Den Sinn dieser Veröffentlichungspolitik braucht an dieser Stelle nicht diskutiert zu werden. Stattdessen sollten die Eigenheiten von The Brightest Void eine lobende Erwähnung erfahren. Denn hier brilliert Tarja auf Arten und Weisen, die man von ihr kaum erwartet hätte.

Tarja: "The Brightest Void" (earMUSIC/edel)
Tarja: „The Brightest Void“ (earMUSIC/edel)

Denn The Brightest Void erweist sich als ein erstaunlich fein austariertes (und eben nicht auf Bombast ausgerichtetes) Album, das sowohl ihrer einzigartigen Stimme als auch einem Bekenntnis zum modernen Sound gerecht wird. Nicht nur auf dem Papier gibt es Schmankerl zu vermelden, so etwa die Partizipationen von Chad Smith oder der Glamrock-Legende Michael Monroe (Hanoi Rocks). Oder die Coverversionen: House Of Wax (von Paul McCartney) und Goldfinger (Shirley Bassey. Wer jetzt nicht mit den Hufen scharrt, muss ein ziemlich unbeeindruckter Zeitgenosse sein.

Doch es ist der Gesamteindruck, der besticht. Tarja entfernt sich von ihren Wurzeln des Symphonic Metal, ohne sie zu verleugnen. Ihr und ihrer Band gelingt der Spagat aus theatralischem Übermaß und knackiger Fokussierung. Dabei läuft sie vielleicht sogar Gefahr, den ein oder anderen Fan zu enttäuschen. Denn der übliche Schwulstfaktor erweist sich als erstaunlich gering ausgeprägt. Aber es steht zu erwarten, dass Tarja auf The Shadow Self das wieder ausgleicht. Und was, wenn nicht? Warten wir es ab. Mit The Brightest Void lässt sich die Wartezeit aufs Genüsslichste verkürzen.

No Bitter End:
youtube.com/watch?v=dqZs-DFtx9g

tarjaturunen.com
facebook.com/tarjaofficial

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