Airbag - Disconnected

Kopernikanische Bescheidenheit

Anrührend grandios präsentieren sich die norwegischen Epic Artrocker Airbag auf ihrem am Freitag erscheinendem Album Disconnected (Karisma Records/Plastic Head Music Distribution). Was ihre Landsleute von Gazpacho zuletzt vermissen ließen, ereignet sich auf dem vierten Album der Jungs um Anders Hovdan in Hülle und Fülle. Merke: Um ergreifende Musik zu machen, muss man konzeptionell nicht zigfach um die Ecke denken.

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Airbag: "Disconnected" (Karisma Records/Plastic Head Music Distribution)

Airbag: „Disconnected“ (Karisma Records/Plastic Head Music Distribution)

Ja, man kann auch einfach laufen und fließen lassen. Vor allem die herrlich perlenden Gitarren, deren Nähe zum Spiel eines David Gilmour niemanden beschämen muss. Im Gegenteil. Airbag präsentieren sich als dezent schwermütige Nachfolger der Größten und machen dabei eine ausgesprochen schlanke Figur.

Es wird nichts zu dick aufgetragen, die Grenze zum Kitsch nicht ein einziges Mal überschritten. Doch mit jedem Durchlauf erhöht sich der Intensitätsfaktor. Bis Disconnected nur noch einen Schauer nach dem anderen durchs Rückgrat jagt. Auch als Album erweist sich diese trügerisch bescheiden gebende Scheibe als runde Sache. Wer anschließend Lust verspürt, Animals von Pink Floyd aufzulegen, muss deswegen das kopernikanische Weltbild nicht gleich aus den Augen verlieren.

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