Leighton Craig – Green Coronet

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Auch wenn Green Coronet (A Guide To Saints) sie nicht explizit im Namen trägt, so ist dieses Album des in Brisbane ansässigen Leighton Craig gut und gerne auch als eine Hommage an Harold Budd zu verstehen. Denn schon wie es der Pionier des sehnend-schwebenden Ambient – der vor Kurzem seinen achtzigsten Geburtstag beging – stets so überzeugend zu inszenieren verstand, ergeht sich auch hier ein wohlig warm und träge mäandernder Fluss aus Klang, Struktur und dezenter Melodik, der Traumwelten erdet und die Realitäten verwischt.

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Leighton Craig: "Green Coronet" (A Guide To Saints)

Leighton Craig: „Green Coronet“ (A Guide To Saints)

Dabei widmet Leighton Craig dieses Album seinem offenbar favorisierten Verstärker, dem legendären Coronet Phase 2. Indem er sanft wogende Keys, akzentuierende Einschübe der Klarinette sowie geloopte Chöre mit Field Recordings vom Entstehungsort (die Mikrophone baumelten vor dem Studiofenster) zusammenführt. Seelenbalsam pur, auch wenn der abschließende Track (Divided By Zero) mit kreischenden Verzerrungen (leider?) ein eher unangenehm endendes Massageerlebnis induziert.

Aufgrund seiner Kooperationen mit Eugene Carchesio (The Deadnotes, G55, fig) sowie als Teilhaber von The Lost Domain oder Primitive Motion einschlägig bekannt, lässt Leighton Craig auf Green Coronet seinem offenbaren Faible für eine – weitestgehend – ungetrübte LoFi-Intimität freien Lauf. Die repetitiven Grundmuster verstärken dabei den Eindruck einer Entrücktheit, die mindestens einmal täglich zum Pflichtprogramm für zivilisationsmüde ins Belebte Starrende erklärt werden sollte.

Leighton Craig live am 23.02.2013:
youtube.com/watch?v=iW8sBRr5bHE

aguidetosaints.com
emporium.room40.org/products/573908-leighton-craig-green-shroud

dense.de

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