Fragment. - Nothing Will Ever Be The Same

Der liebe Herr Jesu aus Frankreich

Hinter Fragment. verbirgt sich bereits seit 2006 der aus Lyon stammende Thierry Arnal – und seit kurzer Zeit auch Pascal Bertier, der auf dem neuen Langspieler Nothing Will Ever Be The Same (Atypeek Music) den Bass bedient. Die inszenatorische und atmosphärische Nähe zu Justin K. Broadrick und insbesondere dessen Projekt Jesu ist auch auf dem vierten Album, dem Nachfolger zu Temporary Enlightenment, abzugsfrei gegeben. Das kann man begrüßen oder monieren.

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Fragment.: "Nothing Will Ever Be The Same" (Atypeek Music)

Fragment.: „Nothing Will Ever Be The Same“ (Atypeek Music)

Tatsächlich können Freude gepflegter Brachialschwelgerei nach Art des genannten Vordenkers bedenkenlos zugreifen. Fragment. hauen in eine geradezu identische Kerbe, wenn auch insgesamt etwas weniger das maximale Spannungsmoment direkt ersuchend. Allerdings wissen die Franzosen nicht so recht, wie sie dem vorangestellten Soundkonzept eine eigene Identität abringen können. Was nicht weiter tragisch ist, da die Stimmung zwischen Melancholie und Depression hervorragend eingefangen und mit melodischer Griffigkeit ausgespielt wird.

Zeitgleich erscheint eine Single mit identischem Namen. Die dort vertretenden Remixe von Amantra (einem weiteren Pseudonym von Thierry Arnal) fügen dem Ausgangsmaterial erfrischende Nuancen bei, wenngleich für den unbedarften Hörer auch diese Ergebnisse nicht gerade Assoziationen zu Kaltgetränken oder Brisen aufrufen dürften. Stattdessen weht auf Nothing Will Ever Be The Same in allen Formaten ein verbindlicher Todeshauch unablässig durch die Gehörgänge. Doch in der Trauer liegt die Kraft.

Nothing Will Ever Be The Same:
youtube.com/watch?v=9X9QGRFMKf4

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atypeekmusic.com

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