Palace Winter - Waiting For The World To Turn

Nutzwert für Wetterumschwünge

Ein witterungsbedingt verdorbener Sommer kann schon ganz schön aufs Gemüt schlagen. Um einen mentalen Ausgleich zu schaffen, kann man unter Umständen Gegenden aufsuchen, in denen die Jahreszeit noch hält, was sie für gewöhnlich verspricht. Oder, deutlich günstiger, zum Debütalbum des dänisch-australischen Duos Palace Winter greifen. Denn, anders als der Projektname dies nahelegt, lebt Waiting For The World To Turn (Tambourhinoceros/Indigo) von einer tröstlichen Wärme, die ihr entspanntes Flair einem eigenwilligen Mix aus Americana-Melodik und Neo-Retro-Psych verdankt.

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Palace Winter: "Waiting For The World To Turn" (Tambourhinoceros/Indigo)

Palace Winter: „Waiting For The World To Turn“ (Tambourhinoceros/Indigo)

Carl Coleman und Caspar Hesselager starteten bereits mit ihrer EP und insbesondere dem darauf vertretenden Mention durch, das es – nahezu völlig unerwartet – zum Streaming-Smash schaffte. Da Waiting For The World To Turn im Grundsatz der Ausrichtung dieses Überraschungserfolgs entspricht, könnte sich auch das Debütalbum am Markt durchsetzen. Wenn nicht das Gros der Hit-Hörer auf Alben inzwischen weitgehend verzichten würde.

Zudem zielt das Duo mit Waiting For The World To Turn keineswegs auf Fast Food-Avancen. Im Gegenteil: Phasenweise überlagert der Flow sogar die melodische Stringenz, wodurch die eingangs erwähnte Entspannung zur besonderen Geltung gelangt. Indem sich Einflüsse (The War On Drugs, Air usw.), Sound- und Songideen bevorzugt überlagern, gewinnt das Album am Substanz und Würde. Und somit auch an Nutzwert für kaum noch erhoffte dauerhafte Wetterumschwünge.

palacewinter.com
facebook.com/palacewinterdk
soundcloud.net/palace-winter
tambourhinoceros.net

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