Prophecy Fest 2016

Die Höhe in der Höhle

Blick auf Merch und mehr (Stephan Wolf)

Blick auf Merch und mehr (Stephan Wolf)

Eine gewisse Exklusivität ist hierbei stets gegeben, Konzerte von der Stange stehen beim Prophecy Fest nicht auf der Agenda. Sei es die Zeremonie „Die Sonne im Geiste“ der deutschen Neofolk-Formation Hekate, die Weltpremiere des Akustiksets von Secrets Of The Moon, die erstmalige Präsentation von brandneuen Material aus dem Hause Les Discrets, die Deutschland-Premieren von Germ (Australien) und Iron Mountain (Irland) oder der erste Auftritt der Münsteraner Pagan-Metaller Helrunar seit 2013 – bereits der Freitag bietet Hochkarätiges in abwechslungsreicher Hülle und Fülle.

Farb-Atmo, Balver Höhle (Imogen Loucas)

Farb-Atmo, Balver Höhle (Imogen Loucas)

Tatsächlich verwöhnt Tag 1 die Teilhaber, wenn auch nur dem Vernehmen nach. Denn der Autor begibt sich aus internen Gründen erst am Samstag in die Balver Höhle – und steht damit nicht allein. Auch noch an Tag 2 reist internationales Publikum an – und komplettiert die Gesellschaft von friedfertig Gleich- bis Ähnlichgesinnten. Doch der Merchstand ist noch ausladend bestückt, so auch das überschaubare, aber qualitativ anständige gastronomische Angebot aus lokaler Hand.

So beginnt auch der zweite Festtag mit einer Premiere: Das Trio Völur aus Kanada präsentiert eine brisante Mischung aus Metal und Folk, das dominante Violinspiel (Laura C. Bates) weckt Erinnerungen an die Landsleute von The Visit, bei denen jedoch das Cello des Raphael Weinroth-Browne die besonderen Akzente setzt. Wie auch immer: Völur wissen zu bestehen, profitieren dabei auch vom sagenhaft klaren und immens druckvollen Sound der von der PA aus die Höhle erbeben lässt. Delikat!

PS.: Auch bei Facebook? Dann werde Fan von amusio!